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Position Sizing

Positionsgröße nach Budget und Ausführung

Position Sizing übersetzt ein modelliertes Verlustbudget in eine Menge an Vermögenswerten oder Kontrakten. Es berücksichtigt Preisabstand, Kosten, zulässige Schrittgröße, Finanzierung und andere Positionen. Eine korrekte Rechnung garantiert bei schlechterer Ausführung keinen tatsächlichen Höchstverlust.

Position Sizing bestimmt die Positionsgröße anhand gewählter Konto- und Produktgrenzen. Das Ergebnis hängt von angenommenen Preisbewegungen, Kosten und handelbarer Menge ab; nominale Exposition, Margin und geplanter Verlust sind verschiedene Größen.

Position Sizing legt die Positionsgröße im Verhältnis zum Konto und den gewählten Grenzen fest. CME verbindet dabei die Lage des Stopps mit dem Betrag oder Kontoprozentanteil, den ein Händler riskieren will. Die Menge ist daher weder die Einzahlung auf das Konto noch die Überzeugung über die Kursrichtung. Die Rechnung beruht auf einem konkreten Szenario und einer Ausführungsweise; allein schafft sie keine profitable Strategie. [1]

Das modellierte Verlustbudget wird von einer gewählten Basis abgeleitet, etwa dem aktuellen Eigenkapital des Kontos. CME bezeichnet die Prozentgrenze im eigenen Beispiel ausdrücklich als willkürlich. Die Übernahme desselben Prozentsatzes beweist daher weder Eignung noch Sicherheit für ein anderes Konto. Der Plan muss angeben, ob Gebühren und weitere Kosten enthalten sind und ob das Budget für eine Position oder eine gemeinsame Exposition gilt. [2] [7]

Bei einer linearen Spotposition entspricht der geplante Preisverlust der Vermögensmenge multipliziert mit der Differenz zwischen Einstiegs- und Ausstiegspreis. Bei Futures muss die Preisbewegung über Kontraktgröße oder Tickwert umgerechnet werden; die Kontraktzahl ist nicht automatisch die Bitcoin-Menge. CME beschreibt Micro Bitcoin beispielsweise als ein Zehntel Bitcoin. Ein inverses Produkt oder eine Option kann ohne seine Spezifikation nicht in dieselbe lineare Rechnung eingesetzt werden. [1] [8]

Wenn das Budget den gesamten geplanten Verlust meint, darf es nicht vollständig dem Preisabstand zugeordnet werden, während Kosten anschließend ignoriert werden. Coinbase erklärt, dass der tatsächliche Preis wegen der Liquidität vom erwarteten abweichen kann. Das Modell muss deshalb festlegen, ob es einen erwarteten, gestressten oder bereits erzielten Preis verwendet. Ist die schlechtere Ausführung bereits in der Preisdifferenz enthalten, darf dieselbe Slippage nicht nochmals als separater Verlust addiert werden. [5]

Die berechnete Menge muss keine zulässige Order sein. Coinbase Advanced beschreibt Beschränkungen der Dezimalgenauigkeit und Mindestgrößen, deren konkrete Werte für den jeweiligen Markt zu prüfen sind. Soll das Modellbudget nicht überschritten werden, kann Abrunden nötig sein. Verfehlt die Order dann das Minimum, ist automatisches Aufrunden mit der Behauptung, das Budget werde eingehalten, keine Lösung. Unter den gewählten Grenzen kann das Geschäft unmöglich sein. [3]

CME unterscheidet Futures-Margin von einer Anzahlung auf den Basiswert und beschreibt Anfangs- und Erhaltungsanforderungen. Dass ein Konto eine bestimmte Kontraktzahl zulässt, bedeutet nicht, dass deren Modellverlust dem persönlichen Budget entspricht. Zudem können sich Sicherheitenanforderungen ändern. Die Größe muss Finanzierung, Produktspezifikation und gewähltes Verlustszenario gleichzeitig beachten, nicht nur die Schaltfläche für das maximal verfügbare Volumen. [6]

FINRA weist auf Konzentration durch Überschneidungen und Korrelation von Anlagen hin. Mehrere einzeln kleine Positionen können auf dieselbe Preisbewegung reagieren und gleichzeitig Liquidität oder Kontodeckung beanspruchen. Die Bewertung einer neuen Positionsgröße umfasst deshalb bestehende Expositionen und weitere Verpflichtungen. Einzelne Grenzen dürfen ohne zusätzliche Annahmen nicht als unabhängige Verlustereignisse oder feste Obergrenze des Gesamtportfolios dargestellt werden. [7]

FINRA beschreibt bei gewöhnlichen Aktienstopporders den Übergang zur Marktorder und die Möglichkeit deutlich schlechterer Preise; ein Stop-Limit kann unausgeführt bleiben. Die Bedingungen einer konkreten Kryptoplattform sind separat zu prüfen. Korrekte Position-Sizing-Arithmetik zeigt deshalb nur die Übereinstimmung mit den genannten Annahmen. Ein Preissprung oder ausgebliebener Ausstieg kann trotz fehlerfrei berechneter Menge höhere Verluste bewirken. [4] [5]

BeispielBEISPIEL · SIZE

Abrunden der Menge unter das Verlustbudget

Unser eigenes fiktives Modell hat ein Konto von 50000 USD ohne Schulden oder andere Positionen. Für vollständig bezahlten Spot wählen wir ein gesamtes Verlustbudget von 1000 USD, also 2% des Kontos; dies ist keine empfohlene Sicherheitsgrenze. Der Einstieg liegt bei 100000 USD/BTC, der geplante Verkauf der gesamten Menge bei 96500 USD/BTC, ein Abstand von 3500 USD/BTC. Die feste Modellreserve für sämtliche Kauf- und Verkaufskosten beträgt für beide verglichenen Größen 100 USD. Für den Preisverlust bleiben somit 900 USD. Die ungerundete Mengengrenze beträgt genau 9/35 BTC. Der fiktive Markt erlaubt Schritte von 0.01 BTC, und beide folgenden Größen erfüllen das angenommene Minimum. Abrunden ergibt 0.25 BTC: Der Kaufwert beträgt 25000 USD, der geplante Preisverlust 875 USD und einschließlich Kosten 975 USD; vom Budget bleiben 25 USD. Der nächste Schritt von 0.26 BTC ergäbe einen Preisverlust von 910 USD und einschließlich Kosten 1010 USD, also eine Budgetüberschreitung von 10 USD. Die Grafik vergleicht gesamte Modellverluste von [975, 1010] USD für Mengen von [0.25, 0.26] BTC; die waagerechte Linie markiert das Budget von 1000 USD. Es sind alternative Größen, nicht zwei gleichzeitige Positionen. Würden die gewählten 0.25 BTC nach einem Preissprung erst zu 94000 USD/BTC verkauft, betrüge der Preisverlust 1500 USD und mit denselben Kosten von 100 USD insgesamt 1600 USD. Diese Stressrechnung ist weder eine zusätzliche Gebühr noch das schlechtestmögliche Ergebnis. Feste Kosten und Schrittgröße sind reine Modellannahmen, keine aktuellen Gebühren oder Börsenregeln. Steuern, Zinsen und Veränderungen des übrigen Bargelds bleiben unberücksichtigt; den Szenarien weisen wir keine Wahrscheinlichkeiten zu.

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Risk Management, Stop-loss, Margin, Slippage, Portfolio Risk. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Portfolio Rebalancing, Trading, Average True Range, Trend Following.

01Ist die nominale Positionsgröße identisch mit dem gefährdeten Betrag?

Nein. Die nominale Exposition drückt die Menge des Basiswerts in Geld aus, während der geplante Verlust aus einer konkreten Preisänderung und Kosten entsteht. Margin ist eine weitere, andere Größe. Ohne Produktbedingungen und Szenario dürfen diese Beträge nicht gleichgesetzt werden.

02Darf die berechnete Menge auf das Börsenminimum aufgerundet werden?

Nur wenn die neu berechnete Menge weiterhin alle gewählten Grenzen erfüllt. Aufrunden kann das Budget überschreiten. Ist eine kleinere Order unzulässig und die kleinste zulässige zu groß, ermöglichen die gesetzten Grenzen das Geschäft nicht.

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Überarbeitet: Quellenbasiert · Keine Anlageberatung