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Marginal Utility

Grenznutzen einer bestimmten Einheit

Marginal Utility betrachtet die Bedeutung der Verwendung, die von einer zusätzlichen oder verlorenen Vorratseinheit abhängt. Im österreichischen Ansatz geht es um eine Rangfolge von Zielen unter bestimmten Bedingungen, nicht um Gefühlsmessung oder eine automatische Marktpreisformel.

Marginal Utility bezeichnet die Bedeutung der Grenzverwendung eines Gutes: Verliert ein homogener Vorrat eine Einheit, entfällt nach Neuverteilung der übrigen Einheiten die unwichtigste zuvor gedeckte Verwendung. Einheiten, Alternativen und weitere Bedingungen müssen bestimmt werden.

Drei austauschbare Wasserbehälter dienen dem Trinken, Kochen und Gießen, in dieser Wichtigkeitsreihenfolge. Geht einer verloren, lässt sich das übrige Wasser neu verteilen. Aufgegeben wird das Gießen, selbst wenn der zerbrochene Behälter ursprünglich Trinkwasser enthielt; entscheidend ist die Ersetzbarkeit. [Menger — Principles of Economics, III.2] [Mises — Human Action, VII.1]

Gleiches Volumen bedeutet nicht dasselbe Gut: Trinkwasser und verschmutztes Wasser bieten unterschiedliche Dienste. Menger behandelt Qualitätsunterschiede gesondert. Vor der einfachen Vorratsbetrachtung ist zu bestimmen, welche Einheiten einander für die betrachteten Ziele tatsächlich ersetzen können und ob sie gleichzeitig verfügbar sind. [Menger — Principles of Economics, III.2]

Bei gleicher Zielrangfolge und vergleichbaren Einheiten werden dringendere Verwendungen zuerst gedeckt. Eine zusätzliche Einheit dient dann einer niedriger bewerteten ungedeckten Verwendung. Veränderte Bedürfnisse, Informationen oder Ergänzungsgüter verändern die Entscheidungssituation; das ist kein reiner Vergleich desselben Vorrats mit einer Einheit mehr. [Mises — Human Action, VII.1]

Manche Ziele benötigen zusammenpassende Teile. Das letzte fehlende Teil kann eine Möglichkeit eröffnen, die die übrigen allein nicht boten. Mises betont deshalb die richtige Abgrenzung der Einheit und ihrer Leistung; bloßes Zählen physischer Stücke darf die Bewertung eines brauchbaren Ganzen nicht verdecken. [Mises — Human Action, VII.1]

Ein weiterer Bissen kann veränderte Empfindungen illustrieren, doch Mises begründet die Grenzverwendung nicht mit physiologischer Sättigung. Die Überlegung gilt auch für Werkzeuge oder Vorräte für künftige Ziele. Entscheidend ist die weiter gedeckte Verwendung, nicht eine Labormessung von Lust. [Mises — Human Action, VII.1]

Erstes, zweites und drittes Ziel bezeichnen keine messbaren Abstände. Ihre Rangzahlen ergeben addiert keine Gesamtbefriedigung; Grenzbewertungen lassen sich auch nicht mit Stückzahlen multiplizieren. Geldrechnungen über Kosten können helfen, ohne die Zielrangfolge in eine physikalische Größe zu verwandeln. [Mises — Human Action, VII.1] [Mises — Human Action, XI]

Preise entstehen aus Angeboten und Nachfragen unter konkreten Beschränkungen. Die Verwendungsrangfolge eines Menschen liefert weder einen eindeutigen Marktpreis noch die relative Größe verschiedener persönlicher Vorteile. Dafür braucht es zusätzliche Informationen oder Annahmen; das Wort „Grenz-“ liefert sie nicht. [Menger — Principles of Economics, III.2] [Mises — Human Action, XI]

Eine Person kann über einen BTC-Betrag für Zahlung, Reserve oder Tausch entscheiden statt über einen abstrakten Satoshi ohne Kontext. Gebühren und Alternativen verändern machbare Optionen. Grenznutzen bedeutet daher weder einen niedrigeren Marktpreis jedes weiteren Satoshi noch eine Kursprognose aus einem größeren Vorrat. [Mises — Human Action, VII.1] [Mises — Human Action, XI]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Subjective Value Theory, Ordinal Utility, Carl Menger, Opportunity Cost, Time Preference. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Time Preference, Subjective Value Theory, Ordinal Utility, Carl Menger.

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