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Ordinal Utility

Ordinaler Nutzen und Präferenzrangfolgen

Ordinal Utility beschreibt, welche Alternative jemand vorzieht, nicht um wie viele Einheiten er glücklicher wird. Zahlen helfen beim Modellieren, erlauben ohne weitere Annahmen aber weder persönliche Vorteile zu addieren noch deren Größen zwischen Menschen zu vergleichen.

Ordinal Utility stellt Präferenzen als Ordnung dar. Zugeordnete Zahlen können höhere, niedrigere oder gleiche Positionen im Modell ausdrücken; ihre Differenzen und Verhältnisse messen allein keine Befriedigungsintensität.

A vor B vor C ordnet drei Alternativen. Es besagt nicht, dass der Wechsel von C zu B denselben Befriedigungszuwachs bringt wie von B zu A. Die Unterscheidung zwischen Vorziehen und messbarer Intensität bleibt auch in einer Zahlentabelle zentral. [Mises — Human Action, IV.2–4] [Oregon State — Utility, 2.1]

Für A, B und C können 3, 2, 1 sowie 100, 20, 10 dieselbe Ordnung darstellen. Eine streng steigende Transformation bewahrt Rangfolge und Gleichstände. Zahlengröße, Verdoppelung oder Differenz liefern daher keine Zusatzinformation über persönlichen Vorteil. [Oregon State — Utility, 2.1]

Die Wahl von A liefert keine vollständige Rangliste aller denkbaren Wünsche. Man muss verfügbare Möglichkeiten und Bedingungen kennen; das nicht gewählte B könnte unerreichbar gewesen sein. Mises bindet Wertordnungen an tatsächliches Handeln statt an eine unabhängige unveränderliche Tabelle im Kopf. [Mises — Human Action, IV.2–4]

Ein Standardmodell unterstellt oft vergleichbare Alternativen und Transitivität: A vor B und B vor C bedeutet A vor C. Funktionsformen oder Indifferenzkurven fügen Struktur hinzu. Diese Annahmen sind offenzulegen; eine Wahl beweist keine stabilen vollständigen Präferenzen für jede künftige Situation. [Oregon State — Utility, 2.1] [Yale — From Classical to Neoclassical Utilitarianism]

10 im Modell einer Person muss nicht dasselbe bedeuten wie 10 bei einer anderen. Jede ordinale Darstellung kann bei gleicher Ordnung neu nummeriert werden. Summen oder Differenzen begründen daher allein keine Aussage über Gesamtwohlfahrt; Personenvergleiche benötigen weitere Regeln und deren Rechtfertigung. [Mises — Human Action, IV.2–4] [Mises — Human Action, XI]

Transformationen können Zahlendifferenzen und Ableitungen ändern, obwohl die Alternativen gleich geordnet bleiben. Die Form einer ordinalen Funktion zeigt allein keine Gefühlsmenge. Wahlanalyse bleibt möglich, muss aber Präferenzeigenschaften und ausdrückliche Beschränkungen statt willkürlicher Zahlenskalen verwenden. [Oregon State — Utility, 2.1]

Im Expected Utility-Modell dürfen Ergebnisnutzen nicht beliebig steigend umnummeriert und anschließend unverändert über Wahrscheinlichkeiten gemittelt werden. Die Form bleibt bei einer positiven affinen Transformation a·u+b mit a>0 erhalten. Das sind weitere Modellbedingungen, kein Beweis personenübergreifend messbaren Glücks. [MIT — Expected Utility Theory]

Die Reihenfolge von Wallets nach Sicherheit, Komfort und Preis hängt von Zielen und Beschränkungen des Nutzers ab. 80 statt 40 Punkte bedeuten keinen doppelten persönlichen Nutzen; auch das Geldbudget ist keine Gefühlsskala. Kriterien, machbare Optionen und Urheber der Gewichte sind zu erklären statt Zahlen als objektiven Vorteil auszugeben. [Mises — Human Action, IV.2–4] [Mises — Human Action, XI]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Marginal Utility, Subjective Value Theory, Human Action, Opportunity Cost, Time Preference. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Subjective Value Theory, Marginal Utility, Opportunity Cost.

DOC · 001Mises — Human Action, IV.2–4PrimärquelleDOC · 002Mises — Human Action, XIPrimärquelleDOC · 003Oregon State — Utility, 2.1DokumentationDOC · 004MIT — Expected Utility TheoryDokumentationDOC · 005Yale — From Classical to Neoclassical UtilitarianismDokumentation
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