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Stages of Production

Produktionsstufen: von den Einsatzmitteln zum Nutzen für Menschen

Wenn Eva morgens Brot verkauft, sehen wir den letzten Teil einer langen Vorbereitung. Jemand hat Getreide angebaut, jemand hat es gemahlen und jemand den Ofen geliefert. Stages of Production hilft, diese Verbindungen zu verstehen. Ein Pfeil vom Feld zur Ladentheke reicht jedoch nicht: Manche Arbeiten laufen gleichzeitig, andere erfordern Warten, und dieselbe Ausstattung wird wiederholt eingesetzt.

Stages of Production bezeichnet die Teile eines Prozesses, die gemeinsam zu einem nutzbaren Gut oder einer Dienstleistung führen. In der Österreichischen Schule lässt sich damit verfolgen, wie unmittelbar die konkrete Verwendung eines Mittels zum Endverbrauch beiträgt. Die Zahl benannter Stufen allein sagt weder etwas über die Produktionsdauer noch über die Wirtschaftlichkeit aus.

Carl Menger erklärt den Zusammenhang anhand von Getreide, Mehl und Brot. Brot kann man essen; Mehl muss erst verarbeitet werden. Eine „höhere Ordnung“ bedeutet hier einen weniger unmittelbaren Bezug zur Bedürfnisbefriedigung, nicht höhere Qualität oder Bedeutung. Auch die Position eines Gutes hängt von seiner Verwendung ab. Sie ist keine feste Nummer an einer Maschine, unabhängig davon, was ein Betrieb damit herstellt. [1]

Eva kann ihr Mehl rechtzeitig erhalten, doch ohne Energie und Bäcker entsteht kein Brot. Auch der Ofen als eines der Capital Goods, der Produktionsmittel, muss bereitstehen. Ludwig Lachmann unterscheidet das Zusammenspiel innerhalb eines Plans von der Vereinbarkeit verschiedener Pläne. Eva muss also den eigenen Betrieb und die Lieferanten abstimmen. Eine abgeschlossene Lieferung beweist noch nicht, dass alles andere ebenfalls bereit ist. [4]

Kneten ist Arbeit; beim Gehenlassen des Teigs kommt Wartezeit hinzu. Ludwig von Mises unterscheidet Arbeitszeit von der Zeit, die ein Ergebnis zum Reifen benötigt. Eva kann das Kneten in viele beschriebene Handgriffe aufteilen, ohne die Wartezeit zu verkürzen. Kunden interessiert, wann sie ihr Brot bekommen. Das Zählen von Kästchen in einer Anleitung ersetzt deshalb keinen Zeitplan. [3]

Eva erwägt eine langsamere Zubereitung, von der sie schmackhafteres Brot erwartet. Sie muss entscheiden, ob das Ergebnis das Warten und die Bindung der Ausstattung rechtfertigt. Mises verbindet die Wahl eines längeren Verfahrens mit dessen erwartetem Nutzen, nicht mit Länge als Selbstzweck. Opportunity Cost, der Wert der besten aufgegebenen Möglichkeit, erinnert daran, was gebundene Mittel anderswo nicht mehr leisten können. Ein zusätzlicher Schritt ist kein automatischer Gewinn. [3]

Der Ofen steht bereits in der Bäckerei. Für das morgige Backen muss Eva nicht nochmals seine frühere Herstellung abwarten. Mises geht bei einer neuen Entscheidung von den heute verfügbaren Mitteln aus. Wie lange es damals dauerte, den Ofen herzustellen, ist eine andere Frage als die Zeit, die Eva noch für das jetzt geplante Brot braucht. Ist er defekt und muss repariert werden, gehört diese künftige Verzögerung allerdings in den Plan. Entscheidend ist der Ausgangspunkt der Zeitmessung. [3]

Aus einem Mehlvorrat entsteht eine bestimmte Menge Brot. Derselbe Ofen kann später weitere Chargen backen. Mises unterscheidet deshalb die Zeit bis zur Fertigstellung von der Dauer, über die eine Ausstattung Dienste leistet. Für Eva sind das verschiedene Fragen: Wann ist das heutige Brot fertig, und wie lange kann sie den Ofen noch nutzen? Eine einfache Kette darf nicht suggerieren, dass die gesamte Ausstattung in einem einzigen Produkt aufgeht. [3]

Eva kann genau nach Plan backen und dennoch Brot übrig behalten. Menger verbindet den Wert der Produktionsmittel mit dem erwarteten Wert ihres künftigen Ergebnisses. Für die Bäckerei zählt daher auch, was Menschen zum Verkaufszeitpunkt wollen werden. Der heutige Erfolg ähnlichen Brotes ist ein Anhaltspunkt, keine Gewissheit über die morgige Nachfrage. Technische Fertigstellung und wirtschaftlicher Erfolg sind verschiedene Dinge. [2]

Bei einer Bitcoin-bezogenen Dienstleistung lassen sich ebenso Herstellung eines Computers, Installation und spätere Leistungserbringung beschreiben. Gleichzeitig werden Strom, Verbindung, Software und Menschen benötigt. Das veranschaulicht wirtschaftliche Zusammenhänge und ist keine Regel des Protokolls, das die Funktionsweise des Bitcoin-Netzwerks festlegt. Die Anzahl der Bitcoin-Transaktionen verrät nicht, wie viele Produktionsstufen ein Betrieb hat. Nützlicher ist die Frage, wovon die Leistung abhängt, was noch fehlt und wann Kunden sie tatsächlich nutzen können. [1] [4]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Capital Goods, Roundabout Production, Heterogeneous Capital, Economic Calculation, Time Preference, Bitcoin. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Capital Goods, Roundabout Production, Heterogeneous Capital.

DOC · 001Menger — Principles of Economics, IPrimärquelle DOC · 002Menger — Principles of Economics, IIIPrimärquelle DOC · 003Mises — Human Action, XVIIIPrimärquelle DOC · 004Lachmann — The Meaning of Capital StructurePrimärquelle
Überarbeitet: Quellenbasiert · Keine Anlageberatung