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Monetary Premium

Der monetäre Anteil am Vermögenswert

Monetary Premium beschreibt Wert aus Tausch oder Kaufkraftaufbewahrung über direkte nichtmonetäre Nutzung hinaus. Es ist eine analytische Unterscheidung, kein beobachtbarer Preisbestandteil.

Monetary Premium ist der durch erwartete monetäre Dienste erklärte Teil einer Marktbewertung. Dasselbe Gut kann für Konsum, Produktion und weiteren Tausch gefragt sein; deren Beiträge lassen sich nicht einfach aus einem Marktpreis ablesen.

Menger erklärt, warum Menschen leichter verkäufliche Güter annehmen, ohne sie konsumieren zu wollen: Sie erleichtern spätere Käufe benötigter Dinge. Dies ist ein theoretischer Mechanismus indirekten Tauschs. Nicht jede historische Geldentstehung muss so verlaufen sein, und nicht jedes liquide Aktivum ist eine voll funktionsfähige Währung. [Carl Menger — The Nature and Origin of Money]

Bei Gold überlappen Industrie-, Schmuck- und Reservenachfrage. Ein hypothetischer Preis ohne Reservenachfrage entstünde unter anderen Bedingungen. Produktionskosten sind nicht automatisch dieser Preis; bloßes Abziehen der Kosten von der Börsennotierung ermittelt die Differenz nicht zuverlässig. [Carl Menger — The Nature and Origin of Money] [Bank of England — The economics of digital currencies, 2014]

Beispielhaft kostet ein Gut am Markt 100, sein geschätzter nichtmonetärer Nutzwert beträgt 40. Die Differenz 60 entspricht 60 % des Marktpreises, aber 150 % der geschätzten Basis. Die Zahlen illustrieren nur: Eine andere Basisschätzung ändert die Prämie. Ohne Methode ist eine „Prämie von 60 %“ mehrdeutig. [Carl Menger — The Nature and Origin of Money]

Krishnamurthy und Vissing-Jorgensen untersuchen, wie Anleger Liquidität und Sicherheit von US-Staatsanleihen durch niedrigere Renditeforderungen bewerten. Das zeigt Dienste neben Zahlungsströmen. Ein solcher Renditeabstand ist keine direkte prozentuale Bitcoin-Geldprämie; die Schätzung braucht vergleichbare Aktiva und eine Trennung anderer Risiken. [Krishnamurthy and Vissing-Jorgensen — The Aggregate Demand for Treasury Debt]

Bitcoin hat keine übliche industrielle Materialnutzung, dient aber Werttransfer und Werthaltung. „Reine monetäre Prämie“ bedeutet weder automatisch Nullwert noch zwingend steigende Preise. Begrenztes Angebot trifft veränderliche Nachfrage, Akzeptanzerwartungen und Nutzungskosten. [Bank of England — The economics of digital currencies, 2014] [Bitcoin.org — Value and supply-demand FAQ]

Preis mal Einheitenzahl bewertet einen Bestand zum gewählten Preis. Es ist weder Geld im Aktivum noch ein vollständig auszahlbarer Betrag. Auch ein Kapitalisierungsanstieg ist kein gleich großer Nettogeldzufluss. Ohne Modell darf eine Aufteilung der vermeintlichen Goldprämie auf Bitcoins nicht als Prognose gelten. [Investor.gov — Market Capitalization] [Bitcoin.org — Value and supply-demand FAQ]

Akzeptanz, Marktzugang und Vertrauen in späteren Tausch können heutige Nachfrage stützen; veränderte Erwartungen können sie schwächen. Ein hoher Preis belegt keinen breiten Alltagsgebrauch. Reservehaltung, tatsächliches Bezahlen und Recheneinheit unterscheiden; diese Funktionen müssen nicht gemeinsam wachsen. [Carl Menger — The Nature and Origin of Money] [Bank of England — The economics of digital currencies, 2014]

Aktivum, Datum, monetären Dienst, Vergleichsbasis und Empfindlichkeit gegenüber anderen Annahmen angeben. Beobachtete Preise und Liquidität von geschätztem nichtmonetärem Wert oder künftiger Akzeptanz trennen. Eine Prämie kann bleiben oder fallen; der Begriff beweist weder Unterbewertung, Blase noch risikolose Rendite. [Krishnamurthy and Vissing-Jorgensen — The Aggregate Demand for Treasury Debt] [Bank of England — The economics of digital currencies, 2014] [Bitcoin.org — Value and supply-demand FAQ]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Wertaufbewahrungsmittel, Fiatgeld, Solides Geld, Subjective Value Theory. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Solides Geld, Cantillon Effect, Wertaufbewahrungsmittel, Stock-to-Flow-Verhältnis.

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