Eine Market order beauftragt den Kauf oder Verkauf zu den besten aktuell verfügbaren Preisen eines bestimmten Marktes, ohne eigenen festen Limitpreis. Die Börse gleicht sie nach ihren Regeln mit wartenden Gegenangeboten ab. Schnelle Ausführung hat Vorrang; angezeigter Preis, vollständiger Abschluss und Gesamtkosten sind nicht bedingungslos garantiert.
Hana möchte Bitcoin gegen Dollar an ihrer ausgewählten Börse kaufen. Ihre Market-Kauforder trifft auf Verkaufsangebote, beginnend beim besten Ask, dem niedrigsten angebotenen Verkaufspreis. Beim Marktverkauf würde sie dagegen den Bid nutzen, das höchste Kaufangebot. Diese wartenden Aufträge bilden das Orderbuch. Die Ausführung erfolgt nicht automatisch zum Mittelwert oder zum Preis des letzten Handels. Eine Zahl neben Bitcoin genügt deshalb nicht: Hana muss den tatsächlichen Markt und die Handelswährung kennen. [1] [2]
In unserem Beispiel verlangt Hana 1 BTC. Zum besten Preis von 60.000 USD stehen nur 0,25 BTC bereit. Die übrigen 0,75 BTC kauft sie für 60.040 USD je Bitcoin. Addiert man die tatsächlichen Käufe, zahlt sie vor Gebühren insgesamt 60.030 USD. Da sie einen ganzen Bitcoin erhalten hat, entspricht dies zugleich dem Durchschnittspreis je Bitcoin. Bei einer anderen Menge teilt man den Gesamtwert durch die gekauften Bitcoins. Das beste Angebot versprach keinen Preis für die gesamte Order; die verfügbaren Mengen waren ebenso wichtig. Die Zahlen sind ein Beispiel, keine aktuellen Kurse. [1] [3]
Hana sah ein Angebot bei ihrer Entscheidung. Bis ihre Order verarbeitet wird, kann jemand anderes es angenommen oder der Verkäufer es gestrichen haben. Der zuletzt angezeigte Preis reserviert keine Bitcoins für ihr Konto. Die Abweichung zwischen erwartetem und tatsächlichem Preis heißt Slippage. Sie beweist allein keinen Börsenfehler; der Ablauf zählt. Zeitpunkt der Übermittlung, Annahme und einzelnen Ausführungen helfen bei der Einordnung. Den gestrigen Durchschnitt mit dem heutigen Kauf zu vergleichen, beantwortet eine andere Frage als die Prüfung ihres Auftrags. [1] [2]
Hana kann „Ich möchte 600 USD ausgeben“ oder „Ich möchte eine bestimmte Bitcoinmenge“ meinen. Bei 60.000 USD je BTC entspricht der erste Betrag 0,01 BTC vor Gebühren. Eine Order über 0,01 BTC legt die Dollarausgabe bei Preisänderungen aber nicht fest. Umgekehrt bestimmt ein festes Geldbudget die Bitcoinmenge nicht vorab. Oberflächen verwenden verschiedene Felder und Regeln. Prüfen Sie, was eingegeben wird und ob Gebühren enthalten sind oder zusätzlich gedeckt sein müssen. Die Schätzung im Auftrag ist nicht die Endabrechnung. [1]
Eine Market order nutzt bereits wartende Angebote. Coinbase ordnet sie deshalb als Taker ein: Sie entnimmt verfügbare Liquidität, also die Möglichkeit, mit bereiten Gegenparteien zu handeln. Das macht den Dienst nicht kostenlos. Wenden wir auf unseren Kaufwert von 60.030 USD eine rein angenommene Gebühr von 0,1 % an. Die Gebühr wäre 60,03 USD, die Gesamtausgabe 60.090,03 USD. Dies ist weder der aktuelle Coinbase-Tarif noch eine Börsenempfehlung. Für den echten Handel zählen Kontotarif, Markt und Abrechnungsweise. [1]
Schnelle Bearbeitung verspricht keinen Abschluss um jeden Preis. Coinbase verwendet beispielsweise einen Price Protection Point, eine Preisgrenze, jenseits derer nicht weiter zugeordnet wird. Ein Teil kann ausgeführt und der Rest gestrichen werden. In einem separaten Modell werden von angeforderten 1 BTC nur 0,25 BTC gekauft und die übrigen 0,75 BTC storniert. Hana hat also nicht den ganzen geplanten Bitcoin gekauft; der stornierte Teil wartet auch nicht als Limitorder weiter. Die genauen Schutzregeln bestimmt der Markt, nicht eine andere Börse oder unsere Beispielmenge. [1]
Hana kann auch einer Stop order begegnen, die bei Erreichen eines bestimmten Preises aktiviert wird. Daraus folgt noch nicht, welcher Auftrag entsteht. Investor.gov beschreibt allgemein für den Aktienmarkt die Umwandlung in eine Market order. Die Coinbase-Exchange-Regeln verlangen für die dort beschriebenen Stop-Aufträge dagegen Stop Limit, eine durch eine Preisbedingung ausgelöste Limitorder. Die Verfahren sind nicht austauschbar. Der Auslösepreis ist nicht automatisch der Ausführungspreis; ein Limit beeinflusst auch das Risiko, dass der Handel unvollständig bleibt. [1] [2]
Nach dem Absenden prüft Hana tatsächlich gekaufte BTC, Durchschnittspreis, Gebühr und den nicht ausgeführten Rest. „Auftrag angenommen“ beweist noch keinen Handel: Annahme und Abschluss sind verschiedene Phasen. Eine Gutschrift im Börsenkonto ist ebenso wenig bereits eine Auszahlung an die eigene Wallet. Diese ist ein eigener Schritt; die Übertragung über Bitcoin braucht eine eigene Bestätigung. Kauf, Kontoeintrag und Übernahme in die eigene Verwahrung hängen zusammen, sind aber unterschiedliche Ereignisse. Das zu trennen hilft bei normalen Kontrollen und der Fehlersuche. [1]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Slippage, Limit order, Order book, Bid–ask spread. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Market maker, Bid–ask spread, Slippage, Limit order.