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Common stock

Stammaktien

Mit Stammaktien erwerben Sie einen Unternehmensanteil, keine Schlüssel zu dessen Bitcoin und keine zugesagte Dividende. Das Ergebnis hängt vom Geschäft, den Rechten Ihrer Aktienklasse und vorrangigen Ansprüchen ab.

Wer Common stock kauft, wird Miteigentümer eines Unternehmens. Sie können verdienen, indem Sie die Aktie teurer verkaufen als gekauft haben, oder indem Sie Dividenden erhalten, also Zahlungen an Aktionäre. Der Kurs kann aber auch fallen, und das Unternehmen muss keine Dividende zahlen. Geschäft, Finanzierung und konkrete Aktienrechte zählen. Auch Stimmkraft und wirtschaftlicher Anteil müssen nicht übereinstimmen. Bei einem Unternehmen mit Bitcoin ist ein weiterer Unterschied entscheidend: Sie besitzen dessen Wertpapier, keine Bitcoin in der eigenen Wallet. Zum Verständnis der Anlage gehört deshalb der Weg vom Firmenvermögen zu dem, worauf Sie tatsächlich Anspruch haben.

Die US-Börsenaufsicht SEC beschreibt eine Aktie als Eigentumsbeteiligung an einem Unternehmen. Daraus folgt nicht, dass Sie entsprechend Ihrem Aktienanteil Geld, Maschinen oder Bitcoin (hier mit BTC abgekürzt) mitnehmen dürfen. Das Vermögen gehört dem Unternehmen; Aktionäre haben Rechte ihrer jeweiligen Klasse, keinen unbegrenzten Zugriff auf einzelne Vermögenswerte. Eine Klasse fasst Aktien mit bestimmten Bedingungen zusammen, etwa für Stimmen oder Zahlungen. Eine Gewinnbeteiligung bedeutet auch nicht, dass bilanzielle Gewinne laufend ausgezahlt werden. Das Unternehmen kann Geld für Betrieb oder Investitionen benötigen. Verstehen Sie Eigentum deshalb über die Aktienrechte, nicht als persönlichen Besitz seiner Wallet. [1]

Unser Modell hat 100 A-Aktien mit je einer Stimme und 10 B-Aktien mit je zehn Stimmen; die wirtschaftlichen Rechte je Aktie sind gleich. A steht für 100/110 = 90,91 % der wirtschaftlichen Beteiligung, aber nur 100/200 = 50 % der Stimmen. Die SEC behandelt solche Unterschiede bei dual-class-Strukturen mit unterschiedlichen Aktienklassen. Ein großer wirtschaftlicher Anteil kann deshalb ohne entsprechende Kontrolle bestehen. Prüfen Sie Klasse und Übertragungsregeln, denn dabei können sich Stimmrechte ändern. Der ticker, das kurze Börsenkürzel, oder die Stückzahl im Depot allein reichen nicht. [2]

Für die USA beschreibt die SEC unter anderem street name und DRS. Bei street name steht ein Vermittler im Aktionärsregister des Emittenten, also des Unternehmens, das die Aktien ausgibt. Ihr Broker, der Wertpapiergeschäfte abwickelt, führt Sie in seinen Unterlagen als beneficial owner: Ihnen stehen die Rechte und wirtschaftlichen Vorteile der Aktien zu. Bei DRS, dem System der direkten Registrierung, steht Ihr Name unmittelbar in den vom Transfer Agent geführten Unterlagen des Emittenten. Nicht jeder Emittent bietet diese Möglichkeit an. Stimmweisungen, Mitteilungen und Verkäufe können deshalb unterschiedliche Wege nehmen, obwohl beide Formen elektronisch sein können. DRS ist keine Bitcoin-self-custody. Bei Letzterer verwalten Sie private Schlüssel, geheime Daten zum Signieren von Zahlungen; DRS bleibt ein Register von Unternehmensrechten. Es garantiert auch keinen sofortigen Verkauf. Klären Sie vor der Wahl, wie Sie Ihre Rechte ausüben können. [3]

In den folgenden Beispielen sind alle Geldbeträge in US-Dollar (USD) angegeben, sofern nicht ausdrücklich BTC genannt wird. In unserem Beispiel werden 10 vorhandene Aktien zu je 40 USD verkauft. Die 400 gehen vor Gebühren vom Käufer zum Verkäufer; das Unternehmen erhält kein neues Geld. Anders eine Neuemission von 10 Aktien zu je 40 mit Gesamtkosten von 10: Sie bringt dem Unternehmen 390 und erhöht die ursprünglichen 100 Aktien auf 110. Wer vorher 10 Aktien hielt, besitzt nun 10/110 = 9,09 % statt 10 %. Unterscheiden Sie die Primäremission neuer Unternehmensaktien vom Sekundärverkauf zwischen Eigentümern. Ein Börsenkauf bezahlt üblicherweise den Verkäufer und finanziert keinen neuen Bitcoin-Kauf der Firma. [2]

Der Record Date bestimmt, wer die beschlossene Dividende erhalten darf. Ab dem Ex-Dividenden-Tag wird die Aktie ohne Anspruch auf diese Zahlung gehandelt; die genauen Regeln hängen vom Markt und von der Dividendenart ab. Im Beispiel beziehen sich Kurs und Dividende jeweils auf eine Aktie. Eine Dividende braucht den entsprechenden Beschluss und einen Anspruch nach den maßgeblichen Terminen. Stammaktienbesitz allein garantiert sie nicht. Unser einfaches Modell beginnt bei 50 USD, zahlt eine Dividende von 2 und hat danach einen Preis von 48. Die Summe 48+2 = 50 ergibt vor Steuern und Kosten eine Gesamtrendite von null, keinen zusätzlichen Gewinn. Tatsächlich bewegen auch Nachrichten, Angebot und Nachfrage den Kurs; ein Rückgang exakt um die Dividende ist nicht garantiert. Buchgewinn des Unternehmens, ausgezahlte Dividende und Ihre Gesamtrendite sind verschiedene Dinge. Betrachten Sie die Zahlung zusammen mit dem verbleibenden Wert. [4]

Bei einer Liquidation werden das Vermögen und die Verpflichtungen eines Unternehmens abgewickelt. Stammaktionäre stehen hinter Gläubigern und geltenden Vorzugsrechten. Unser vereinfachtes Liquidationsmodell hat Aktiva von 100 USD, Verpflichtungen von 70 und einen Anspruch von Vorzugsaktionären über 40. Nach den Gläubigern bleiben 30, nicht einmal genug für den Vorzug. Für common stock bleibt nichts. Das Modell lässt weitere Kosten und Klassen weg, zeigt aber das Wesen des Restanspruchs. Auch ein positiver Börsenpreis garantiert keine Auszahlung bei Abwicklung. Rang kann fehlendes Vermögen nicht schaffen. [1]

Das Unternehmen im Beispiel besitzt 100 BTC und hat 100 Stammaktien ausgegeben, brutto also 1 BTC je Aktie. Mit dem Erlös aus der Ausgabe von Vorzugsaktien kauft es weitere 20 BTC, ohne neue Stammaktien auszugeben: brutto 120/100 = 1,2. Die Vorzugsaktien begründen zugleich einen festen Dollaranspruch vor den Stammaktien, der bei gleicher Bewertung 20 BTC entspricht. Ohne weiteres Vermögen oder andere Ansprüche beträgt der modellhafte Restwert für Stammaktionäre wieder 100 BTC vor Kosten. Das ist eine vereinfachte Bewertung, kein Abheben von Bitcoin aus dem Unternehmen. Es definiert auch nicht Net BPS, den Netto-Bitcoin Per Share: Diese Unternehmenskennzahl hängt von festgelegten Abzügen ab. Strategy, ein Unternehmen mit Bitcoin-Reserven, veröffentlicht deshalb eigene Definitionen. Das Verhältnis gibt Ihnen keine Schlüssel zur Reserve, und der Börsenkurs kann erheblich von ihrem Wert abweichen. [5]

Unser Modell hat 200 genehmigte Aktien, 120 ausgegebene und 20 vom Unternehmen selbst gehaltene; 100 bleiben ausstehend. Noch ungenutzte Ausgabeermächtigungen sind keine bestehende Beteiligung. Auch ausgegebene Aktien sind nicht dasselbe wie außerhalb der Firma gehaltene Aktien. Der internationale Rechnungslegungsstandard IAS 33 verwendet für EPS, den Gewinn je Aktie, einen zeitgewichteten Durchschnitt und eigene Verwässerungsregeln für mögliche neue Aktien. Nicht jede dieser Zahlen wird automatisch übernommen. Prüfen Sie in SEC EDGAR, der öffentlichen US-Datenbank regulatorischer Einreichungen, Datum, Klassen, eigene Aktien, Wandlungen und die genaue Berechnungsgrundlage. [6] [7]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Preferred stock, Capital structure, Dilution, Bitcoin per Share. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Preferred stock, Capital structure, Dividend.

DOC · 001SEC Investor.gov — StocksDokumentation DOC · 002SEC Investor Bulletin — Investing in an IPODokumentation DOC · 003SEC Investor Bulletin — Holding Your SecuritiesDokumentation DOC · 004SEC Investor.gov — Ex-Dividend DatesDokumentation DOC · 005Strategy — Dashboard Notes and Metric DefinitionsDokumentation DOC · 006IFRS Foundation — IAS 33 Earnings per ShareDokumentation DOC · 007SEC Investor.gov — Using EDGAR to Research InvestmentsDokumentation
Überarbeitet: Quellenbasiert · Keine Anlageberatung