Support ist ein als mögliche Kursstütze beobachteter Bereich, Resistance ein mögliches Hindernis für einen Anstieg. Das ist eine Chartinterpretation, keine feste Marktgrenze und keine Zusage einer Orderausführung.
Fidelity erklärt Support mit erwartetem Kaufinteresse und Resistance mit erwarteten Verkäufen. Die Begriffe beschreiben eine Hypothese zur Kursreaktion; eine Linie allein misst weder aktuelle Nachfrage noch aktuelles Angebot. [1]
StockCharts verwendet frühere Reaktionstiefs und Reaktionshochs. Für eine nachvollziehbare Konstruktion sind Markt, Timeframe und konkrete Punkte anzugeben: Ein anderer historischer Ausschnitt kann andere Bereiche ergeben. [2]
StockCharts lässt Kurszonen zu, weil die Reaktion nicht an einem einzigen exakten Kurs erfolgen muss. Legen Sie die Zonenbreite vor der Bewertung der nächsten Bewegung fest; eine nachträgliche Erweiterung passend zum Ergebnis ändert die ursprüngliche Regel. [2]
Ein Durchbruch kann die Annahme über Unterstützung oder Widerstand ändern. Eine redaktionelle Folgerung aus den Regeln historischer Tests von TradingView: Legen Sie vorher fest, ob ein Kurs über der Grenze während der Kerze oder erst ihr Close darüber als Durchbruch gilt. Diese Bedingungen müssen nicht dasselbe Ergebnis liefern. [1] [3]
Fidelity beschreibt, wie überwundene Resistance zu Support werden kann und umgekehrt. Im konkreten Chart ist das ein zu prüfendes Szenario: Der Kurs muss nicht zurückkehren, und bei einer Rückkehr muss der Bereich nicht halten. [1]
StockCharts zeigt Handelsspannen zwischen Unterstützung und Widerstand sowie Fehlausbrüche. Wiederholte Reaktionen sind historische Beobachtungen und für sich genommen keine berechnete Wahrscheinlichkeit eines weiteren Abpralls. [2]
TradingView unterscheidet simulierte Ausführungen, Gebühren und Slippage. Der Kurs einer eingezeichneten Zone garantiert deshalb keinen Ausführungskurs. Geben Sie im Test Ein- und Ausstiegsregeln, Kosten und Ausführungsannahmen an. [3]
TradingView warnt vor lookahead bias und overfitting. Halten Sie fest, wann die Zone bestimmbar war; verwenden Sie kein späteres Hoch als damals bekannten Punkt. Prüfen Sie Regeln auch an Daten, die nicht zu ihrer Auswahl dienten. [3]
Eine Kerze, zwei verschiedene Bedingungen
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Price action, Technical analysis, Timeframe, Breakout, False Breakout, Backtesting. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Trendline, Price Channel, Breakout, False Breakout.
01Garantieren wiederholte Abpraller einen weiteren?+
Nein. Sie belegen Reaktionen in vergangenen Daten. Eine Wahrscheinlichkeit für eine weitere Reaktion erfordert eine genaue Ereignisdefinition und statistische Prüfung, nicht nur das Zählen von Linien oder Berührungen.
02Warum zeichnen zwei Analysten unterschiedliche Zonen?+
Sie können andere historische Punkte, einen anderen Timeframe, Markt oder eine andere Breite wählen. Vergleichen Sie vorher festgelegte Regeln und die Datenverfügbarkeit; derselbe Werkzeugname bedeutet nicht dieselbe Konstruktion.