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Tracers in the Dark

Andy Greenberg über die Verfolgung von Zahlungen und die Grenzen der Privatsphäre

Tracers in the Dark schildert die Arbeit von Menschen, die öffentliche Transaktionsspuren für Ermittlungen nutzen. Greenbergs Erzählung verbindet Forschung, Technik und menschliche Entscheidungen. Eine offen einsehbare Zahlungshistorie bedeutet dabei nicht, dass die Identität automatisch bekannt ist.

Andy Greenbergs journalistisches Sachbuch erschien 2022. Dieser Überblick stützt sich auf zwei öffentliche Auszüge, ein veröffentlichtes Interview mit dem Autor und Verlagsangaben; das ganze Buch haben wir nicht gelesen.

Tracers in the Dark wurde von Andy Greenberg geschrieben. Der Verlag nennt den 15. November 2022 für die gebundene Ausgabe und den 16. Januar 2024 für das Taschenbuch. Die Inhaltsbeschreibung stellt eine journalistische Geschichte von Ermittlungen und der Entwicklung der Nachverfolgung von Kryptowährungszahlungen vor. Die Daten bezeichnen unterschiedliche Ausgaben desselben Buches. [1]

Der vom NYS Writers Institute veröffentlichte Auszug beschreibt den Unterschied zwischen einer öffentlich zugänglichen Zahlungshistorie und der Identität der Menschen hinter den Adressen. Für die Lektüre des Buches ist es wichtig, diese beiden Ebenen auseinanderzuhalten: Geldbewegungen zu verfolgen bedeutet noch nicht, eine konkrete Person zu kennen. [2]

Im selben Auszug treten Jonathan Levin und das Unternehmen Chainalysis in der Zusammenarbeit mit Ermittlern auf. Greenberg verbindet so Software, menschliche Arbeit und zusätzliche Informationen außerhalb der Blockchain. Der Auszug ist ein konkreter Ausschnitt seiner Reportage, keine vollständige Beschreibung aller Methoden oder Fälle. [2]

In der öffentlichen Buchadaption für WIRED verfolgt Greenberg die Forschung von Sarah Meiklejohn. Er erläutert die Verbindung experimenteller Zahlungen mit der Analyse von Adressen. Eine nachträgliche redaktionelle Korrektur weist ausdrücklich auf frühere Forschung hin: Meiklejohn war nicht die erste Forscherin, die sich mit Privatsphäre und der Analyse der Bitcoin-Blockchain beschäftigte. [3]

Dieselbe Adaption unterscheidet die Gruppierung von Adressen von der Identifizierung ihrer Nutzer. Die beschriebenen Ergebnisse allein enthüllten nicht die Namen aller Kunden der Silk Road. Es handelt sich um eine historische Forschungsgeschichte; sie lässt sich nicht als Behauptung lesen, dass der Eigentümer jeder heutigen Adresse automatisch bekannt sei. [3]

Im TIME-Interview vom 8. Dezember 2022 erklärt Greenberg, wie sich seine ursprüngliche Vorstellung nicht nachverfolgbarer Zahlungen verändert hat. Er betrachtet die Entwicklung auch anhand der Entstehung spezialisierter Werkzeuge und Unternehmen. Das Interview hält seine damalige Sicht fest, keine heutige Bewertung sämtlicher Dienste. [4]

Im Interview erwägt der Autor auch den Missbrauch der Nachverfolgung gegen Menschen, die Privatsphäre suchen. Er wollte nicht nur aus der Perspektive der Ermittler erzählen. Daraus ergibt sich eine wichtige Frage für die Lektüre: Wie ist neben den beschriebenen Ergebnissen auch die Macht zu bewerten, die dieselben Werkzeuge ihren Nutzern verleihen? [4]

Wir haben den gesamten kurzen Auszug des NYS Writers Institute, die vollständige öffentliche Adaption in WIRED einschließlich der Korrektur und das gesamte veröffentlichte TIME-Interview gelesen. Hinzu kamen die Verlagsangaben. Das ganze Buch haben wir nicht gelesen und die ursprüngliche Audioaufnahme des Interviews nicht angehört; dieser Überblick ist keine vollständige Besprechung aller Kapitel. [1] [2] [3] [4]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Address Clustering, Bitcoin-Privatsphäre, Pseudonymität. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem The Cryptopians.

01Bedeutet die Verfolgung von Transaktionen automatisch, ihre Nutzer zu kennen?

Nein. Beide öffentlichen Auszüge unterscheiden Transaktionsspuren von ihrer Verknüpfung mit einer Identität. Der Buchüberblick verspricht keine vollständige Identifizierung der Eigentümer aller Adressen.

02Sieht der Autor jede Weiterentwicklung der Überwachung positiv?

Nein. Im veröffentlichten Interview erinnert er auch an möglichen Missbrauch der Nachverfolgung. Wir haben diesen Text vollständig gelesen, nicht die ursprüngliche Audioaufnahme angehört oder das ganze Buch gelesen.

DOC · 001Penguin Random House — Tracers in the Dark, publisher recordVerlag DOC · 002NYS Writers Institute — Tracers in the Dark, public excerptPrimärquelle DOC · 003Andy Greenberg — Sarah Meiklejohn, adapted book excerptPrimärquelle DOC · 004TIME — Andy Greenberg interview, December 2022Primärquelle
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