Mit Proof of Work macht Bitcoin die Erzeugung von Blöcken aufwendig, ihre Prüfung dagegen einfach. Miner konkurrieren mit Berechnungen, deren Ergebnisse sie nicht vorhersagen können. Sie suchen einen Hash, einen digitalen Fingerabdruck des Blockheaders, dessen Zahlenwert eine als Target bezeichnete Grenze nicht überschreitet. Einen Treffer können andere schnell prüfen. Ein Full Node, ein Computer, der Bitcoins Regeln eigenständig kontrolliert, prüft zusätzlich die Transaktionen: Der Arbeitsnachweis allein macht einen Block noch nicht gültig.
Stell dir eine Lotterie vor, deren Gewinnlos sich nicht mit einem klugen Trick vorausberechnen lässt. Miner verändern immer wieder die Daten eines Blockkandidaten und berechnen dessen Hash. Fast alle Ergebnisse scheitern. Nur ein Hash, dessen Zahlenwert kleiner oder gleich dem aktuellen Target ist, kann als Proof of Work eines Blocks dienen. Einen Treffer zu finden ist schwierig, ihn zu prüfen dagegen für jeden sehr schnell. Bitcoin weist damit keine nützliche Berechnung im üblichen Sinn nach, sondern eine kostspielige Suche für einen ganz bestimmten Blockheader. [1] [2]
Der Block Header enthält die Kerndaten des Blocks; der Merkle Root ist ein gemeinsamer Fingerabdruck seiner Transaktionen. Die Nonce ist eine Zahl, die Miner bei der Suche ändern können. Ein ASIC ist ein Chip für eine bestimmte Rechenaufgabe; hier wendet er wiederholt die Hashfunktion SHA-256 an. Zuerst baut der Miner einen Blockkandidaten: Er wählt Transaktionen, erstellt die Coinbase Transaction mit der Blockbelohnung und berechnet den Merkle Root. Diese Werte bilden zusammen mit dem Verweis auf den Vorgänger, Zeit, Target und Nonce den Block Header. Ein spezialisierter ASIC berechnet dann doppelte SHA-256-Hashes vieler Varianten. Er löst kein Rätsel schrittweise und nähert sich keiner Antwort. Jeder Versuch ergibt einen neuen zufällig wirkenden Wert; ein Misserfolg sagt nichts über die Erfolgschance des nächsten Versuchs. [3] [1]
Ein Hash lässt sich als sehr große Zahl lesen. Das Netzwerk-Target ist der höchste noch erlaubte Wert. Je niedriger es liegt, desto weniger mögliche Hashes bestehen und desto mehr Versuche werden erwartet. nBits speichert das Target kompakt im Header. Die Difficulty beschreibt nur relativ, wie anspruchsvoll dieses Ziel ist. Sie ist weder eine Zahl von Nullen noch eine Joule-Menge oder der Leistungsanteil eines Miners. Ein Block kann fast sofort oder erst nach langem Warten gefunden werden: Die Regeln verlangen ein Ergebnis, nicht eine bestimmte Zahl tatsächlicher Versuche. [2] [1]
Die Nonce im Block Header ist nur vier Byte groß; ein schneller ASIC kann den gesamten Bereich ohne Treffer durchlaufen. Mining ist deshalb nicht das endlose Erhöhen einer einzelnen Zahl. Software kann eine extra nonce in der Coinbase Transaction, Auswahl oder Reihenfolge der Transaktionen und andere zulässige Daten ändern. Dadurch ändern sich Coinbase Transaction, Merkle Root und schließlich der gesamte Header, was neue Kandidaten eröffnet. Ein Pool verteilt außerdem unterschiedliche Arbeit auf viele Geräte, damit sie nicht dieselben Varianten testen. [3]
Ein Hash kleiner oder gleich dem Target erfüllt eine wesentliche Bedingung, aber nicht alle Bitcoin-Regeln. Ein Full Node prüft außerdem Größe und Struktur, Abstammung, Coinbase Transaction, erlaubte Belohnung, Signaturen, Skripte sowie die Frage, ob die Eingaben auf vorhandene, noch nicht ausgegebene Mittel verweisen. Teure Berechnung kann andere daher nicht zwingen, zusätzliche Bitcoin oder eine doppelte Ausgabe zu akzeptieren. Ein ungültiger Block bleibt unabhängig vom Energieaufwand ungültig. Umgekehrt kann ein Kandidat mit gültigen Transaktionen ohne ausreichenden Proof of Work die aktive Kette ebenfalls nicht erweitern. [4] [1]
Zwei Miner können nahezu gleichzeitig verschiedene gültige Blöcke auf derselben Höhe veröffentlichen. Kurzzeitig entstehen zwei Zweige. Unter gültigen Kandidaten folgen Knoten dem Zweig mit der größten kumulierten Arbeit, die Bitcoin Core als chainwork darstellt. Das ist nicht immer bloß die Blockzahl, weil Blöcke unter verschiedenen Targets entstanden sein können. Wer eine bestätigte Zahlung umschreiben will, muss eine alternative gültige Historie schaffen und die weiter wachsende Arbeit des normalen Zweigs einholen und übertreffen. Weitere Bestätigungen erhöhen meist die Angriffskosten, schaffen aber keine sofortige mathematische Unumkehrbarkeit. [5] [1]
Hashrate gibt an, wie viele Hash-Versuche pro Sekunde ausgeführt werden. Bliebe das Target unverändert, würde eine steigende Hashrate die Blöcke beschleunigen und sinkende Rechenleistung sie verlangsamen. Das Bitcoin-Mainnet berechnet deshalb nach Intervallen von 2.016 Blöcken ein neues Target, damit der langfristige Durchschnitt wieder gegen etwa zehn Minuten pro Block läuft. Die Berechnung vergleicht die beobachtete Dauer mit den vorgesehenen zwei Wochen und begrenzt die Anpassung durch Protokollgrenzen. Der Retarget reagiert nicht direkt auf BTC-Preis, Nutzerzahl oder eine Miner-Abstimmung über Regeln. Zehn Minuten sind ein Zieldurchschnitt, kein Fahrplan für den nächsten Block. [2]
Ein Solo-Miner kann sehr lange auf einen gültigen Block warten, deshalb arbeiten viele Geräte über einen Mining Pool. Der Pool setzt ein leichteres internes Share-Target und schätzt mit eingereichten Shares den Beitrag jedes Teilnehmers. Die meisten Shares verfehlen das strengere Netzwerk-Target und gelangen nie in die Blockchain. Trifft ein Ergebnis auch das Netzwerk-Target, verbreitet der Pool den vollständigen Blockkandidaten. Über die Annahme entscheiden weder der Pool noch seine Hashrate, sondern die unabhängige Validierung der einzelnen Knoten. [3]
Physische Mining-Geräte verbrauchen während der Suche Strom und geben Wärme ab. Bitcoin speichert aber keine Energierechnung im Block. Der Gewinn-Hash verrät weder genaue Versuchszahl noch Kilowattstunden, Stromquelle oder Standort. Proof of Work schützt Geschichte wirtschaftlich, weil neue Versuche reale Kosten haben; höherer Verbrauch allein bedeutet jedoch weder perfekte Sicherheit noch sauberen Betrieb. Eine Sicherheitsbewertung muss auch Validierung, Hashrate-Verteilung und konkrete Bedrohung betrachten; eine Energiebewertung braucht Quelle, Zeitpunkt, Effizienz und alternative Nutzung. [1] [2]
Ein Full Node prüft für jeden Block den vorherigen Hash, nBits, das abgeleitete Target und den Header-Hash. Blockdaten erlauben den Vergleich von height, difficulty und chainwork, doch der Gewinn-Hash offenbart keine Identität und keinen exakten Energieverbrauch. Aussagen wie „nach sechs Bestätigungen sicher“ brauchen Kontext: Zahlungswert, Fähigkeiten des Gegners, Arbeitsverteilung und Wartebereitschaft. Proof of Work ist weder Marketingetikett noch Miner-Abstimmung über Regeln, sondern ein eng definierter und leicht prüfbarer Eingang für die Auswahl unter gültigen Historien. [2] [3] [5]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Mining, Difficulty Adjustment, Timechain / Blockchain, Full Node, Block Subsidy. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Bitcoin, Satoshi Nakamoto, Bitcoin Whitepaper, Timechain / Blockchain.