Full Pay Per Share (FPPS) ist ein Vergütungssystem für Mining-Pools, das den erwarteten Wert der Blocksubvention um modellierte Transaktionsgebühren ergänzt. Es ist eine Zusage des Betreibers nach dessen Regeln, keine eigenständige Regel zur Erzeugung von Bitcoin.
Luxor knüpft FPPS an gültige eingereichte Shares, unabhängig von Blockfunden des Pools. Braiins rechnet Arbeit nach Schwierigkeit ab: Ein Nachweis mit Schwierigkeit d entspricht d Basiseinheiten. Die Zahl gesendeter Nachrichten misst daher nicht allgemein den Anspruch; abgelehnte Arbeit darf nicht automatisch als akzeptiert gelten. [Luxor — FPPS formula] [Braiins — Share accounting]
Für einen Zeitraum unveränderter Schwierigkeit lässt sich Braiins’ Ausdruck als R=(S/D)×(C+AF) zusammenfassen: S ist akzeptierte Arbeit in Basiseinheiten, D die Netzwerkschwierigkeit, C die Subvention und AF die methodisch bestimmten durchschnittlichen Gebühren je Block. R ist brutto; die Poolgebühr wird getrennt abgezogen. S darf keine bloße Nachrichtenanzahl bei unterschiedlichen Schwierigkeiten sein. [Braiins — FPPS specification and payouts] [Braiins — Share accounting]
Braiins schließt die Berechnung nach Ende des UTC-Tages ab und verwendet dessen Netzwerkblöcke, normiert auf die erwarteten 144 Blöcke. Weder das Netzwerk noch ein bestimmter Pool muss täglich genau 144 Blöcke finden. Der Tageszeitraum dieser Methode ist nicht automatisch gleich den letzten 144 Blöcken. [Braiins — FPPS specification and payouts]
Luxor beschreibt eine Berechnung für Höhe h: Aus den letzten 144 Blöcken werden Gebühren bei ≤p5 und ≥p95 herausgefiltert und die übrigen gemittelt. Subvention und Netzwerkschwierigkeit gelten für diese Höhe. Der Filter ist weder eine Bitcoin-Regel noch für jeden FPPS-Pool vorgeschrieben; Luxor lässt Methodenänderungen zu. [Luxor — FPPS formula]
Ändert sich die Schwierigkeit oder tritt ein Halving innerhalb eines Tages ein, teilt Braiins die Rechnung in passende Intervalle. Das Halving ändert die Subvention, nicht automatisch die Berechnung der durchschnittlichen Gebührenkomponente. Eine gegenüber Poolglück gleichmäßigere Vergütung bedeutet daher weder täglich gleich viele BTC noch einen festen Dollarwert oder Gewinn nach Stromkosten. [Braiins — FPPS specification and payouts] [Luxor — FPPS formula]
F2Pool unterscheidet FPPS mit modelliertem Gebührenanteil von PPS+: Die Subvention folgt PPS, tatsächlich vom Pool vereinnahmte Transaktionsgebühren werden jedoch nach PPLNS verteilt. Deren Anteil hängt damit weiter von den Blockfunden des Pools ab. Die Angabe „Gebühren inklusive“ erklärt diesen Unterschied allein nicht. [F2Pool — FPPS and PPS+ payout schemes]
Rosenfelds PPS-Analyse zeigt, dass der Betreiber die Schwankung der Blockfunde übernimmt und in langen erfolglosen Runden Reserven benötigt. Dasselbe Prinzip erklärt das Zahlungsrisiko einer FPPS-Zusage; das historische Reservemodell ist keine Prüfung eines heutigen Pools. Ein gutgeschriebener Anspruch besitzt bei Betreiber-Ausfall keine Auszahlungsgarantie des Protokolls. [Rosenfeld — PPS variance and reserves]
Braiins und Luxor trennen Guthaben von Auszahlungsregeln: Zeitplan, Mindestbetrag und mögliche Auszahlungsgebühr bestimmen das Senden. Vergleiche dieselbe akzeptierte Arbeit und Periode, die Version der FPPS-Methode und den tatsächlich erhaltenen Nettobetrag. Ein Dashboard-Satz belegt allein keinen Eingang in deiner Wallet. [Braiins — FPPS specification and payouts] [Luxor — FPPS formula]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Mining Pool, Pay Per Share, Pay Per Last N Shares, Pool Fee. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Braiins Pool, Pay Per Share, Pay Per Last N Shares.