Das Buch mit dem Untertitel A Philosophical Case for Bitcoin erschien 2024 bei Routledge. Der Überblick stützt sich auf das öffentlich zugängliche erste Kapitel, das Inhaltsverzeichnis des Verlags und die Webseiten der Autoren; er ersetzt nicht die Lektüre des gesamten Werks.
Andrew M. Bailey, Bradley Rettler und Craig Warmke legen ein philosophisches Argument für den Gesamtnutzen von Bitcoin vor. Der Verlag beschreibt einen Weg von seiner Entstehung und Funktionsweise zur Bewertung von Geldregeln, Privatsphäre, Zensur, Zugang und Energie. [1]
Das erste Kapitel räumt ein, dass dasselbe Werkzeug sowohl Unterdrückten als auch Menschen dient, die Schaden anrichten. Widerstand allein ist deshalb kein Maßstab für das Gute: Entscheidend ist, wogegen er sich richtet. Damit eröffnen die Autoren die Frage nach einer Gesamtbewertung. [2]
Die Einleitung unterscheidet zwischen der Verwaltung von Geldern, der Vermittlung von Zahlungen und der Geldschöpfung. Bei jeder Rolle betrachtet sie den Komfort und das Risiko der Abhängigkeit. Bitcoin stellt sie als Versuch dar, eine andere Kombination dieser Abhängigkeiten anzubieten, nicht als Versprechen einer risikofreien Welt. [2]
Die Autoren schlagen vor, die Welt mit Bitcoin ohne Kenntnis der eigenen künftigen Position zu bewerten: Leser sollen annehmen, dass sie jeder tatsächlich existierende Mensch sein könnten. Die Frage geht damit über den persönlichen Gewinn eines bereits wohlhabenden Nutzers hinaus. [2]
Die Autorenwebseite nennt Geldregeln, Zensurresistenz, Privatsphäre, Inklusion und Energieverbrauch. Das Buch verbindet diese Bereiche zu einem Argument für einen Gesamtnutzen; die Themenliste allein beweist seine Schlussfolgerung nicht. [4]
Das Inhaltsverzeichnis des Verlags trennt die Kapitel über Sicherheit durch Energie und deren Preis. Es folgen das Kapitel Against bitcoin und die abschließende Scorecard. Diese Struktur zeigt, dass sich das Buch auch mit Kosten und Gegenpositionen auseinandersetzen soll, statt nur Vorteile zusammenzutragen. [1]
In ihrem FAQ erklären die Autoren die Wahl eines akademischen Verlags mit fachlicher Begutachtung und dem Wunsch, Forschende und Studierende zu erreichen. Sie wenden sich auch an Skeptiker und Menschen außerhalb des Bitcoin-Umfelds. Das ist ihre Erklärung ihrer Absicht, keine Garantie für die Richtigkeit aller Schlussfolgerungen. [3]
Der Schluss des öffentlichen Kapitels lässt vernünftigen Widerspruch zu und unterscheidet empirische, technische und wertbezogene Fragen. Um das gesamte Argument zu beurteilen, muss man seine einzelnen Schritte nachvollziehen; dieser Auszug belegt Methode und Plan, ersetzt aber die übrigen Kapitel nicht. [2]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Bitcoin, Bitcoin and Human Rights, Bitcoin and Financial Inclusion, Bitcoin-Privatsphäre, Proof of Work. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem The Philosophy of Bitcoin, Bitcoin Is Venice.
01Was bedeutet hier der Schleier des Nichtwissens?+
Es handelt sich um ein Gedankenverfahren aus der Darstellung der Autoren: die Welt mit Bitcoin zu bewerten, ohne die eigene Position unter den tatsächlich existierenden Menschen zu kennen. Ziel ist, auch Menschen mit anderen Lebensbedingungen zu berücksichtigen.
02Wurde für diesen Überblick das gesamte Buch gelesen?+
Nein. Grundlage sind das öffentlich zugängliche erste Kapitel, das Inhaltsverzeichnis des Verlags und die Webseiten der Autoren. Sie beschreiben Methode, Absicht und Struktur; das vollständige Argument steht im gesamten Buch.