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Uptime

Mining-Verfügbarkeit im Messzeitraum

Die Übersicht meldet einen Miner als online. Sein Besitzer nimmt an, dass er arbeitet, doch der Pool, ein Zusammenschluss von Minern, erhält keine Ergebnisse. Das muss kein Widerspruch sein: Die Anzeigen können Verschiedenes messen. Uptime sagt, wie lange eine bestimmte Betriebsbedingung erfüllt war. Damit die Prozentzahl hilft, müssen wir diese Bedingung kennen. Erreichbarkeit, laufende Berechnungen und angenommene Arbeit sind nicht dasselbe. Erst zusammen zeigen sie den tatsächlichen Ablauf.

Uptime ist die Zeit, in der ein Gerät oder Dienst eine festgelegte Betriebsbedingung erfüllt, beziehungsweise ihr Anteil am Beobachtungszeitraum. Beim Mining kann sie Erreichbarkeit oder tatsächliches Rechnen messen. Anzugeben sind Bedingung, Zeitraum sowie der Umgang mit fehlenden Daten und Stillständen.

Nehmen wir ein Gerät, das unsere Betriebsbedingung während 23 Stunden eines Zeitraums von 24 Stunden erfüllt. In diesem eigenen Beispiel beträgt die Uptime rund 95,83 %. Nehmen wir die Wartungsstunde aus dem Zeitraum heraus, ändert sich der Prozentsatz, obwohl das Gerät dasselbe getan hat. Ausnahmen müssen deshalb sichtbar sein. Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) verbindet Verfügbarkeit mit nutzbarem Zugang zu Diensten oder Informationen, nicht mit einer universellen Mining-Prozentzahl. Erst Dienst und Zeitraum definieren, dann die Zahl bewerten. [1]

Hashrate bezeichnet die Anzahl der Mining-Versuche pro Sekunde. Braiins unterscheidet in seiner Erklärung von 2026 Worker System Uptime und Worker Hashing Uptime. Ersteres erfasst, ob das Gerät antwortete; Letzteres Intervalle mit einer Hashrate über null. Die Bedienoberfläche kann somit erreichbar sein, obwohl die Berechnungen stehen. Umgekehrt belegt etwas Rechenarbeit noch nicht die Hersteller-Nennleistung. Zusammen sind die Werte hilfreich: einer beschreibt Erreichbarkeit, der andere Arbeit, aber keiner allein das gesamte Ergebnis. [2]

Braiins Manager verwendet Unknown, wenn notwendige Daten fehlen. Agent Offline bedeutet, dass der sammelnde Dienst, also der Daten weiterleitende Agent, nicht antwortet. Das allein beweist keinen Mining-Stillstand: Die Überwachung kann ausfallen, während das Gerät weiterarbeitet. Ebenso wenig darf die Lücke automatisch als erfolgreicher Betrieb gelten. Unbekannte Zeiträume sollten separat erscheinen oder ihre Behandlung muss erläutert werden. Sonst können dieselben fehlenden Daten auf verschiedenen Übersichten gegensätzliche Eindrücke erzeugen. [3]

Ein Mining Pool bündelt die Arbeit von Minern und verteilt Vergütungen nach seinen Regeln. Geräte senden nicht jeden Versuch, sondern ausgewählte Ergebnisse, die das leichtere Pool-Ziel erfüllen: sogenannte Shares. Braiins Pool schätzt daraus die effektive Hashrate. Kurzfristig wirken sich Zufall beim Finden von Shares und Verbindungsqualität aus. Ein niedrigerer Pool-Wert lässt sich daher nicht unmittelbar in denselben Prozentsatz Stillstand übersetzen. Zuerst sind gleiche Zeiträume und der Empfang sowie die Annahme der Arbeit zu prüfen. [4]

Im Monitoring von Braiins Pool bedeutet Offline, dass keine Hashrate erkannt wurde. Der Pool prüft damit nicht direkt die Netzwerkerreichbarkeit des Geräts. Die Dokumentation beschreibt Momentaufnahmen alle 5 Minuten; der Wechsel von OK zu Low verlangt zwei aufeinanderfolgende Intervalle unter dem eingestellten Schwellenwert. Disabled heißt, dass die Überwachung ausgeschaltet ist, nicht das Mining. Eine rote oder graue Statusanzeige ist daher ein Anlass zur Prüfung, noch keine fertige Diagnose. Ein anderes Werkzeug kann denselben Namen anders definieren. [5]

Die Dokumentation des Braiins-Manager-Dashboards nennt Aktualisierungen alle 5 Minuten, bei Zeitreihen, also zeitlich geordneten Messwerten, aber eine Verzögerung von 20 Minuten. Bildschirmaktualisierung und Ereigniszeit sind folglich nicht dasselbe. Während einer Alarmprüfung muss der letzte Diagrammpunkt weder den Eingriff noch den aktuellen Zustand abbilden. Ereigniszeit, Zeitzone und Alter des Punkts helfen bei der Einordnung. Diese Intervalle gehören zur genannten Dokumentation und sind keine allgemeine Eigenschaft sämtlicher Überwachungswerkzeuge. [6]

Curtailment bedeutet eine bewusste Betriebseinschränkung, etwa wegen teuren Stroms oder auf Anforderung des Stromnetzes. Braiins erklärt, weshalb geringere Hashing-Uptime dann keinen technischen Fehler anzeigen muss. Berichte sollten geplante Einschränkungen, Wartung und unerwartete Ausfälle trennen. Alles kann Rechenzeit kosten, verlangt aber unterschiedliche Entscheidungen. Höhere Uptime allein beweist auch keinen höheren Gewinn: Strompreis, Leistung und angenommene Arbeit zählen, nicht bloß eingeschaltete Stunden. [2]

Worker ist der Name, unter dem ein Pool Arbeit erfasst. Braiins Pool überwacht mehrere Geräte unter demselben Namen gemeinsam; dieser Gesamtwert erlaubt keine Einzeldiagnose. Das Beispiel betrachtet beide Geräte über denselben Zeitraum. Das Gewicht jedes Geräts entspricht seinem Anteil an ihrer gemeinsamen Nenn-Hashrate. Unser Beispiel verwendet Geräte mit 100 TH/s und 200 TH/s, also Billionen Versuchen pro Sekunde, und Uptime von 100 % beziehungsweise 50 %. Der einfache Durchschnitt ist 75 %, nach Nenn-Hashrate gewichtet aber 66,67 %. Der Stillstand des stärkeren Geräts wiegt schwerer. Auch dieser Wert misst keine angenommenen Shares, sondern fasst Betriebszeit anders zusammen. Die verwendeten Gewichte müssen deshalb genannt werden. [5]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Air Cooling, Hashrate, Curtailment, Mining Farm, Mining Pool. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Air Cooling, Curtailment, Flare Gas Mining, Landfill Gas Mining.

DOC · 001NIST — AvailabilityDokumentation DOC · 002Braiins — Mastering Uptime, 2026Dokumentation DOC · 003Braiins Manager — Hashing and Connectivity StatusDokumentation DOC · 004Braiins Pool — Hashrate SpecificationDokumentation DOC · 005Braiins Pool — MonitoringDokumentation DOC · 006Braiins Manager — DashboardDokumentation
Überarbeitet: Quellenbasiert · Keine Anlageberatung