Eine Mining Farm ist ein physischer Betrieb, in dem Mining-Geräte nach neuen Blöcken suchen. Dazu gehören Stromversorgung, Kühlung, Netzwerkverbindung, Überwachung und Wartung. Das Ergebnis hängt von ihrem Zusammenspiel ab: Viele Maschinen garantieren allein weder hohe Einnahmen noch Gewinn.
Ein ASIC ist ein für eine bestimmte Aufgabe entwickelter Chip. Mining-Geräte enthalten Chips für die Berechnungen bei der Blocksuche; eine Mining Farm betreibt diese Geräte vor Ort. Ein Mining Pool bündelt dagegen die Arbeit von Minern und verteilt Vergütungen nach seinen Regeln. Der Bitcoin Developer Guide erklärt, dass Miner eigenständig oder über einen Pool arbeiten können. Eine Farm muss den verwendeten Pool nicht besitzen; Geräte aus vielen Ländern können mit demselben Pool verbunden sein. Die Serveradresse verrät daher weder den Standort noch den Eigentümer der Geräte. [4] [7]
Kilowatt (kW) beschreibt die Leistungsaufnahme, also wie schnell Energie verbraucht wird. Kilowattstunden (kWh) geben die verbrauchte Energiemenge an. Unser eigenes Beispiel umfasst 100 Maschinen mit je 3 kW und Hilfssysteme mit 30 kW Leistungsaufnahme. Zusammen sind das 330 kW. Bleibt die Aufnahme über 24 Stunden konstant, werden 7920 kWh verbraucht. Braiins unterscheidet die Standortkapazität von Verbrauchsdaten. Ein eingetragenes Limit von 500 kW ist weder tatsächlicher Verbrauch noch Nachweis eines genehmigten Anschlusses. Versorgung und Verteilung müssen zu den realen Geräten und Standortbedingungen passen. [1]
Arbeitende Maschinen erwärmen ihre Umgebung. In einer luftgekühlten Halle reicht ein weiterer Ventilator deshalb nicht: Kühlere Luft muss hinein, warme hinaus, ohne zurück in die Ansaugung zu gelangen. BITMAIN behandelt in seiner Anleitung die Trennung warmer und kalter Zonen sowie den Zugang für Transport und Wartung. Eine ältere Herstelleranleitung ist jedoch keine universelle Baunorm. Die Planung muss Kühlung, örtliche Bedingungen und Sicherheitsanforderungen berücksichtigen. Eine unzugängliche Maschine wird bei einem Defekt zum Problem der ganzen Schicht. [3]
Beim Pool-Mining übermittelt die Maschine shares, also Teilnachweise geleisteter Arbeit, anhand derer der Pool den Beitrag des Miners bewertet. Der Bitcoin Developer Guide erklärt, dass die meisten davon die Anforderungen eines gültigen Netzwerkblocks nicht erfüllen. Ping ist ein kurzer Netzwerktest zur Erreichbarkeit eines anderen Geräts. Eine Antwort beweist nicht, dass der Pool Arbeit angenommen hat. Deshalb beobachten wir auch akzeptierte und abgelehnte shares sowie Verbindungsabbrüche. Ein Gerät kann weiter Strom verbrauchen, obwohl der Pool weniger Arbeit gutschreibt als erwartet. [4] [8]
Meldet die Übersicht eine zu hohe Temperatur, muss der Techniker wissen, welches Regal gemeint ist. Braiins Manager verbindet Geräteverzeichnis, Aufstellungsplan, Betriebsdaten und Störungsmeldungen. Gute Aufzeichnungen ordnen jedem Gerät Standort, Messzeit, Temperatur, Leistungsaufnahme und Zustand zu. Uptime bezeichnet die Betriebszeit oder deren Anteil; ohne festgelegten Beobachtungszeitraum kann die Angabe täuschen. Ein Alarm repariert nichts. Es braucht eine verantwortliche Person, einen Eingriff und die Kontrolle, ob die Maschine wieder ordnungsgemäß arbeitet. [5]
Beim Hosting stellt ein Kunde seine Geräte bei einem Betreiber auf, der vereinbarte Leistungen erbringt. Braiins zeigt, dass Lesezugriff und Befehlsrechte getrennt sein können. Der Zugang zur Übersicht beweist daher weder Eigentum am Mining-Gerät noch Kontrolle über die Empfangsadresse der Vergütungen. Im Vertrag müssen Eigentum, Bedienung, Wartung und das Recht auf Änderungen der Pool-Einstellungen getrennt geregelt sein. Sonst sieht der Kunde womöglich laufende Geräte, darf aber ein Problem nicht selbst beheben oder den Abtransport veranlassen. [2]
Zurück zu den Hilfssystemen unseres Beispiels: Die Geräteübersicht misst sie möglicherweise nicht, der Zähler am Standortanschluss hingegen schon. Braiins erlaubt eine prozentuale Korrektur von Energieberichten, etwa für die Kühlung. Ein Aufschlag macht aus einer Schätzung aber keine direkte Messung. Zuerst klären wir, welche Geräte und welchen Zeitraum jede Zahl erfasst. Kühlung darf nicht doppelt zählen. Erst dann lässt sich feststellen, ob die Schätzung vom Zähler abweicht oder nur unterschiedliche Dinge verglichen werden. [1]
Das US-Energieministerium (U.S. DOE) unterscheidet Entgelte für verbrauchte Energie, Entgelte für die höchste im Abrechnungszeitraum gemessene Leistungsaufnahme sowie feste Gebühren; die tatsächliche Struktur hängt vom Tarif ab. Ein Preis je kWh beschreibt daher nicht unbedingt die ganze Stromrechnung. Neben dem Strom muss die Farm auch die Kosten für Geräte, Wartung und den übrigen Betrieb decken. Ausfälle mindern zusätzlich die Einnahmen. Für denselben Zeitraum vergleichen wir tatsächlich verdiente Vergütungen mit den vollständigen Kosten. Eine hohe installierte hashrate, also die Summe der Nenn-Rechengeschwindigkeiten, beweist allein keinen Gewinn. Entscheidend ist ein Betrieb, der auch jenseits des Fotos funktioniert. [6]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit ASIC Miner, Mining Pool, Uptime, Immersion Cooling. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Uptime, Off-Grid Mining.