Der Bitcoin-Konsens bestätigt Transaktionen, Taproot-Script und verfügbare Witness-Daten; Regeln zur Sat-Verfolgung, Erkennung eines Inscription Envelope und Zuordnung zu einem Sat wendet ord oder ein kompatibler Indexer an.
Ordinal Theory nummeriert Sats nach ihrer Mining-Reihenfolge und ordnet sie first-in-first-out von geordneten Transaktionseingängen zu Ausgängen. Dafür ist keine Änderung des Bitcoin-Konsenses nötig; es ist eine deterministische Interpretation derselben Transaktionskette auf Anwendungsebene. [2]
Eine Inscription entsteht in zwei Schritten. Die Commit Transaction erzeugt einen Taproot-Ausgang mit Commitment zu einem Script samt Inhalt; die Reveal Transaction gibt ihn über den Script Path aus und veröffentlicht Script und Inhalt in Witness-Daten. Der Envelope nutzt einen nicht ausgeführten Zweig OP_FALSE OP_IF … OP_ENDIF und teilt größere Inhalte in Data Pushes von höchstens 520 Bytes. [1]
Der Inhalt besteht aus MIME Content Type und einer Bytefolge. Die Inscription ID ist der txid der Reveal Transaction, gefolgt von i und einem nullbasierten Index; ohne Pointer Field wird die Inscription dem ersten Sat des betreffenden Inputs zugeordnet. Dieser Sat liegt danach in einem normalen UTXO und wird mit einer normalen Bitcoin-Transaktion bei genau kontrollierter Reihenfolge und Werten übertragen. [1]
Bitcoin Full Nodes prüfen Taproot-Ausgabe, Gewicht und Konsensregeln der Transaktion, doch der Bitcoin-Konsens kennt weder Inscription noch Inscription Number oder Eigentum an einem digitalen Artefakt. Ein Indexer rekonstruiert diese Metadaten nach ord-Regeln; Übereinstimmung verlangt dieselbe Version und Interpretation des Anwendungsprotokolls. [3]
Das Referenzprojekt ord bietet Index, Explorer und Wallet; sein Repository bezeichnet es als experimentelle Software ohne Garantie. Die Nummerierung umfasst historische Randfälle wie cursed inscriptions und ihre Vindication nach Jubilee in Block 824 544; als operativer Identifikator ist daher die Inscription ID verlässlicher als allein die angezeigte Nummer. [4]
Der Witness Discount senkt relative Datenkosten, beseitigt aber weder Gebühren noch Grenzen. Die ord-Dokumentation empfiehlt Inhalte unter ungefähr 390 000 Weight Units, weil eine Standardtransaktion unter 400 000 Weight Units bleiben muss; die Gebühr hängt von Größe und Fee Rate ab und konkurriert um denselben Blockspace wie andere Transaktionen. [5]
Ohne Sat Control kann eine normale Wallet ein UTXO mit eingeschriebenem Sat als Input wählen, ihn in Change senden oder als Fee dem Miner überlassen. Der offizielle Leitfaden trennt daher ordinal und cardinal Funds und warnt, dass die Bitcoin Core Wallet Inscription und Sat-Position nicht erkennt. [5]
Zur Prüfung dienen Inscription ID und bestätigte Reveal Transaction; danach werden Envelope, Content Type, exakte Bytes, Satpoint und aktuelles UTXO kontrolliert und Original, Reinscription, Parent-Child-Beziehungen, Delegation und rekursiver Inhalt getrennt. Webvorschau oder Marktangebot allein beweisen diese Beziehungen nicht. [1]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Taproot, Satoshi, UTXO, SegWit, Bitcoin Script, Fee Rate. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Runes, BRC-20.
01Validieren Bitcoin Full Nodes Ordinals Inscriptions?+
Full Nodes validieren Bitcoin-Transaktion, Taproot-Script und Witness-Daten, wenden aber keine Ordinal Theory an und ordnen keinem Sat Inhalt zu. Das übernimmt ord oder ein kompatibler Indexer.
02Kann sich der Inhalt einer bestätigten Inscription ändern?+
Die ursprünglichen Bytes der bestätigten Reveal Transaction sind unveränderlich. Reinscription fügt dem Sat eine weitere Inscription hinzu; Delegation oder Recursion können die Darstellung beeinflussen, ohne die ursprünglichen On-chain-Daten zu überschreiben.