21 Million bezeichnet die Obergrenze der Bitcoin-Menge, die nach den heutigen Netzwerkregeln entstehen darf. Neue Bitcoin entstehen beim Mining, doch die erlaubte Menge halbiert sich wiederholt, bis sie null erreicht. Die Summe liegt dadurch knapp unter 21 Millionen BTC. Für Besitzer ist entscheidend: Kein Verwalter kann allein zusätzliche Coins anordnen, die das Netzwerk nach diesen Regeln akzeptieren würde.
Wenn Sie Bitcoin besitzen, ist auch wichtig, wie viele weitere Bitcoin noch entstehen können. Könnte jemand beliebig Coins hinzufügen, würde Ihr Anteil an der Gesamtmenge schrumpfen. Bitcoin folgt stattdessen einem vorab festgelegten Ausgabeplan. Die Grenze ist also weder ein Naturgesetz noch das Versprechen einer Firma. Sie ist eine Regel, die Teilnehmer beim Prüfen von Blöcken anwenden, also von Paketen bestätigter Transaktionen. [3] [1]
Wer einen Block erstellt, fügt eine besondere erste Transaktion ein: die Coinbase Transaction. Der Name bezeichnet hier einen Transaktionstyp, keine Börse. Darin darf der Miner höchstens die neu erlaubte Block Subsidy und die Gebühren der Transaktionen dieses Blocks beanspruchen. Nur die Block Subsidy erzeugt neue Einheiten; Gebühren übertragen vorhandene Bitcoin. Ein Block, der diese Summe überschreitet, ist ungültig. [1] [4]
Anfangs waren pro Block höchstens 50 BTC an neuen Coins erlaubt. Alle 210.000 Blöcke halbiert sich dieser Betrag: auf 25, dann 12,5, 6,25 BTC und so weiter. Das heißt Halving. Entscheidend ist die Zahl der Blöcke, nicht ein festes Kalenderdatum; ungefähr alle vier Jahre ist es so weit. Mit jedem weiteren Zeitraum bleibt eine kleinere Menge Bitcoin übrig, die noch ausgegeben werden darf. [1] [3]
Im ersten Zeitraum waren 50 × 210.000, also 10,5 Millionen BTC möglich. Der zweite fügt die Hälfte dieser Menge hinzu, der dritte ein Viertel, danach werden die Beträge immer kleiner. Das ist eine geometrische Reihe mit der idealen Summe von 21 Millionen. Bitcoin rechnet allerdings mit ganzen Satoshis, jeweils einem Hundertmillionstel BTC. Bruchteile eines Satoshi werden beim Halbieren abgeschnitten. Deshalb erreicht die erlaubte Ausgabe irgendwann null und die Gesamtgrenze bleibt knapp unter 21 Millionen. [1] [2] [3]
Ein Full Node ist ein Programm, das Blöcke und Transaktionen selbstständig nach den Bitcoin-Regeln prüft. Aus der Position des Blocks in der Kette berechnet es die erlaubte Block Subsidy und kontrolliert sie zusammen mit den Gebühren. Einer Zahl auf einer Website oder der Zusicherung eines Miners muss es nicht vertrauen. Entscheidend sind diese wiederholte Berechnung und Prüfung, kein zentraler Zähler, dessen Verwalter zusätzliche Ausgabe erlauben könnte. [1]
Stellen Sie sich einen Block vor, in dem sich ein Miner mehr auszahlt als erlaubt. Ein Full Node mit diesen Regeln weist ihn zurück, selbst wenn viel Energie in seine Suche geflossen ist. Die Rechenleistung, Hashrate genannt, hilft zu entscheiden, welcher gültige Zweig der Geschichte sich durchsetzt. Sie verleiht aber kein Recht, die Gültigkeitsregeln zu ändern. Einen Block zu finden und seine Belohnung zu prüfen sind unterschiedliche Aufgaben. [1] [4]
Quellcode lässt sich ändern. Dadurch ändert sich aber nicht die Software, die andere bereits betreiben. Würde jemand eine Version mit höherer Ausgabe nutzen und damit minen, würden Knoten mit den bisherigen Regeln diese inflationären Blöcke ablehnen. Machen beide Seiten weiter, entsteht eine Netzspaltung. Die Grenze zu erhalten hängt also auch davon ab, dass Menschen diese Regeln nutzen und akzeptieren. Die Änderung eines Programms kann nicht unbemerkt alle verpflichten. [1] [3]
Ein bekannter Plan erleichtert die Einschätzung, wie stark die Gesamtmenge noch wachsen kann. Besitzer müssen nicht raten, wie viele neue Coins ein zentraler Herausgeber schaffen wird: Einen solchen Herausgeber gibt es hier nicht. Zusätzliche Ausgabe über die akzeptierten Regeln hinaus kann ihren Anteil nicht verwässern. Das garantiert aber weder Preis noch Kaufkraft. Auch etwas Knappes kann weniger Käufer finden. Nachfrage und verfügbare Käufer oder Verkäufer ändern sich; Bitcoin kann deshalb trotz unveränderter Grenze deutlich billiger werden. [3] [2]
Verliert jemand seine Schlüssel ohne brauchbare Sicherung, können seine Bitcoin unausgebbar bleiben. Die Ausgabegrenze ändert sich dadurch nicht, und das Netzwerk schafft nicht automatisch Ersatz. Lange Inaktivität allein beweist außerdem keinen Schlüsselverlust. Die Gesamtgrenze ist daher etwas anderes als die zum Verkauf verfügbare Menge. Einen BTC in Satoshis zu teilen ermöglicht kleinere Zahlungen, so wie man ein Ganzes in kleinere Stücke teilt; zusätzliche BTC entstehen dabei nicht. [5]
Sobald die Block Subsidy null erreicht, sollen Transaktionsgebühren das Einkommen der Miner bilden. Zahlungen und neue Blöcke sollen dadurch nicht automatisch enden. Offen bleibt die wirtschaftliche Frage, wie viel Nutzer für Transaktionen zahlen möchten und wie viel Mining-Leistung das finanzieren kann. Eine begrenzte Menge beschreibt die Regeln der Geldschöpfung, garantiert aber weder den künftigen Preis noch das Sicherheitsbudget des Netzwerks. [4] [1]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Block Subsidy, Halving, Bitcoin, Full Node, Konsensregeln. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Bitcoin, Block Subsidy, Halving, Satoshi.