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Selfish Mining

Selfish Mining hält gefundene Blöcke strategisch zurück. Ein Miner veröffentlicht selektiv, um Konkurrenzarbeit zu verschwenden und seinen Anteil akzeptierter Blöcke zu erhöhen.

Selfish Mining ändert die Veröffentlichungsstrategie, nicht die Blockgültigkeit. Ergebnisse hängen von Hashrate, Verbreitung, Gleichständen und fremdem Verhalten ab; keine universelle Schwelle garantiert Gewinn.

Nach einem gültigen Blockfund beginnt der Miner einen privaten Zweig, statt den Block sofort bekanntzugeben. Andere arbeiten unwissend an der öffentlichen Spitze weiter. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough]

Die Strategie verfolgt den Abstand zwischen privatem und öffentlichem Zweig. Je nach weiteren Funden vergrößert sie den Vorsprung, veröffentlicht Blöcke oder gibt den privaten Zweig auf. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough] [Sapirshtein, Sompolinsky & Zohar — Optimal Selfish Mining Strategies in Bitcoin]

Selektive Veröffentlichung bei Gleichstand kann ein Rennen zweier gültiger Zweige auslösen. Welchen Zweig andere Miner erweitern, beeinflusst das Ergebnis. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough] [Bitcoin Developer Guide — Block Chain]

Blöcke auf dem unterlegenen Zweig bleiben außerhalb der akzeptierten Historie und erhalten keine Belohnung. Ehrliche Miner sollen anteilig mehr Arbeit verlieren als der Angreifer. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough] [Satoshi NakamotoBitcoin whitepaper]

Eyals und Sirers Modell vergleicht den Belohnungsanteil akzeptierter Blöcke mit dem Hashrate-Anteil. Ein höherer relativer Anteil ist nicht automatisch mehr Nettogewinn je Stunde; Schwierigkeit, Zeit und Kosten zählen ebenfalls. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough] [Sapirshtein, Sompolinsky & Zohar — Optimal Selfish Mining Strategies in Bitcoin]

Im Grundmodell ist α der gegnerische Hashrate-Anteil und γ der Anteil ehrlicher Hashrate, der bei Gleichstand den Angreiferzweig erweitert. Änderungen von γ verschieben die Vorteilsschwelle; Hashrate allein genügt nicht. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough] [Sapirshtein, Sompolinsky & Zohar — Optimal Selfish Mining Strategies in Bitcoin]

Weiterleitungsgeschwindigkeit und Poolbeziehungen können Gleichstandsvorteile ändern. Modellparameter sind weder universelle Netzmessungen noch Belege für das Verhalten eines bestimmten Pools. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough] [Sapirshtein, Sompolinsky & Zohar — Optimal Selfish Mining Strategies in Bitcoin]

Zurückhalten ist riskant: Der öffentliche Zweig kann den privaten überholen, sodass der Angreifer Blockbelohnungen verliert. Der bloße Strategiebeginn garantiert keinen Erfolg. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough]

Ein Full Node verwirft weiterhin ungültige Transaktionen und übermäßige Ausgabe. Selfish Mining nutzt Konkurrenz gültiger Zweige und berechtigt nicht zum Ausgeben fremder Münzen. [Satoshi NakamotoBitcoin whitepaper] [The Bitcoin Backbone Protocol] [Bitcoin Core v29.0 — validation]

Abwehrforschung betrachtet Blockverbreitung, Gleichstände, Anreize und Erkennung. Ein verwaister Block allein belegt keinen Angriff: Natürliche gleichzeitige Funde erzeugen ähnliche Ergebnisse. [Eyal and Sirer — Majority is not Enough] [Bitcoin Developer Guide — Block Chain] [Sapirshtein, Sompolinsky & Zohar — Optimal Selfish Mining Strategies in Bitcoin]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Blockausbreitung, Compact-Block-Relay, Nakamoto-Konsens, Sybil-Angriff. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Block-Withholding-Angriff.

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Quellenbasiert · Keine Anlageberatung