Paper Trading ist Übungshandel, bei dem Entscheidungen, Ausführungen und Salden ohne tatsächlichen Kauf oder Verkauf mit den Mitteln des Teilnehmers aufgezeichnet werden. Im laufenden Betrieb nutzt es eintreffende Marktinformationen, doch die Simulation bestimmt die Auftragsausführung und das buchhalterische Ergebnis.
QuantConnect beschreibt einen Modus, in dem ein Algorithmus laufende Marktdaten erhält, jedoch mit fiktivem Kapital und simulierten Ausführungen arbeitet. Unsere Abgrenzung in diesem Eintrag: Paper Trading kann sowohl dem manuellen Üben als auch einem automatischen System dienen; hier betrachten wir Entscheidungen während des fortschreitenden Zeitablaufs. Backtesting spielt dagegen gespeicherte Vergangenheit ab. Heutige Kurse allein machen aus einem Übungskonto keinen tatsächlichen Handel. Das Ergebnis gehört zum eingestellten Simulator und den Versuchsregeln, nicht automatisch zu einer am Markt erreichbaren Ausführung. [1]
Alpaca trennt Zugangsschlüssel und Schnittstellenadresse für Übungs- und Echtkonto. Unsere betriebliche Anforderung ist, vor einem Auftrag die Kontoidentität, den Modus und die Zielumgebung sowohl in der Anwendung als auch in der Automatisierungskonfiguration zu überprüfen. Ein Dateiname oder der beabsichtigte Programmzweck ersetzt diese Kontrolle nicht. Die Testkonfiguration muss eindeutig gekennzeichnet sein und einen eigenen Laufdatensatz besitzen. Ein Umgebungswechsel verändert die Folgen der Aufträge und darf keine unbemerkte Nebenwirkung kopierter Einstellungen sein. [2]
Alpaca erklärt ausdrücklich, dass ihre Simulation weder den eigenen Markteinfluss eines Auftrags noch latenzbedingte Slippage oder die Warteschlangenposition eines nicht sofort ausführbaren Limitauftrags berücksichtigt. Unsere Folgerung: Das Berühren eines angezeigten Preises belegt nicht allgemein, dass die gewünschte Menge an der Börse für uns verfügbar gewesen wäre. Die Bewertung muss die beauftragte Menge von der tatsächlich vom Simulator zugeteilten Ausführung unterscheiden. Ein auf einem günstigen Ausführungsmodell beruhender Gewinn ist als Ergebnis dieser Annahme zu beschreiben. [2]
Interactive Brokers nennt simulierte Ausführungen anhand der besten Orderbuchstufe ohne Markttiefe sowie Abweichungen bei manchen komplexen Aufträgen. Unsere Anforderung ist, Datenquelle, Kurszeitpunkt, unterstützte Auftragsarten und verwendetes Ausführungsmodell festzuhalten. Ein Vergleich zwischen Plattformen ohne diese Angaben kann eine Strategieänderung mit einer Änderung des Simulators vermischen. Selbst eine originalgetreue Oberfläche garantiert nicht dasselbe Verhalten jeder Operation. Eine nicht unterstützte Funktion darf nicht allein deshalb als getestet gelten, weil andere Aufträge funktionierten. [3]
Das Standardmodell von QuantConnect berücksichtigt keine Slippage und führt Marktaufträge sofort vollständig aus; verfügbare Geld-Brief-Spannen kann es dabei im Preis berücksichtigen. Unsere Prüfung trennt deshalb Ausführungspreis, Gebühren und weitere modellierte Kosten. Ein Aufwand von null im Simulator muss nicht einem Aufwand von null auf einem zukünftigen Konto entsprechen. Wir geben an, was einbezogen wurde und was fehlt, und addieren denselben Preiseffekt nicht nochmals als separate Gebühr. Die Modelleinstellungen sind Teil des Ergebnisses. [1]
Alpaca weist auf nicht ausgeführte Aufträge und Unterbrechungen der Netzwerkverbindung im laufenden Betrieb hin. Unsere Testszenarien umfassen Annahme, Teilausführung, bestätigte Stornierung des Rests und Wiederherstellung der Übersicht nach einer Unterbrechung. Eine fehlende Antwort beweist allein nicht, dass ein Auftrag nicht angenommen wurde. Die Aufzeichnung verbindet deshalb die Auftragskennung mit bestätigten Ereignissen und dem Kontostand; blindes Wiederholen kann die Zahl der Aufträge verfälschen. Ein störungsfreier Lauf beweist nicht, dass das System einen bislang ungeprüften Ausfall bewältigt. [2]
Die NFA weist darauf hin, dass selbst die Bezeichnung eines Ergebnisses als in Echtzeit entstanden dessen hypothetische Natur verschleiern kann. Unser redaktionelles Protokoll erfasst vorab die Regelversion, Beginn und Ende der Beobachtung, Eingriffsbedingungen und gemessene Kennzahlen. Regeländerungen, Unterbrechungen und neue Übungskonten bleiben in der Historie; der schönste Abschnitt darf nicht als gesamter Versuch ausgegeben werden. Passen wir die Strategie anhand des Ergebnisses an, haben diese Beobachtungen bereits die Entwicklung beeinflusst. Ein weiterer Test wird gesondert bezeichnet, ohne den vorherigen rückwirkend umzuschreiben. [4]
Die NFA betont, dass hypothetischer Handel die Fähigkeit, Verluste zu ertragen und am festgelegten Vorgehen festzuhalten, wenn tatsächlich Geld riskiert wird, nicht vollständig erfasst. Unsere Schlussfolgerung: Paper Trading kann Fehler in Regeln, Bedienung und Aufzeichnungen aufdecken, doch eine positive Summe bestätigt nicht automatisch Rentabilität oder die Bereitschaft zum Wechsel auf ein Echtkonto. Der Bericht trennt geprüfte Szenarien von ungeprüften Situationen und nennt verbleibende Einschränkungen. Eine Übungsposition begründet außerdem weder Bitcoin-Eigentum noch die Möglichkeit einer Auszahlung in die eigene Wallet. [4]
Die beauftragte Menge ist nicht die ausgeführte Position
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Backtesting, Slippage, Trading Plan, Trading Journal, Risk Management. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Overfitting, Look-ahead Bias, Survivorship Bias.
01Bedeuten Live-Kurse tatsächlichen Handel?+
Nein. Laufende Kurse können Eingaben einer Simulation sein, während die Aufträge in der Übungsumgebung verbleiben. Entscheidend sind Konto, Auftragsweiterleitung und Ausführungsweise, nicht allein die Aktualität der Grafik.
02Reicht Gewinn auf einem Übungskonto zur Bestätigung einer Strategie aus?+
Nein. Ausführungsannahmen, Kosten, Änderungshistorie und Umfang der getesteten Situationen müssen bekannt sein. Zudem bildet eine Simulation tatsächliche Liquidität, den eigenen Markteinfluss und die menschliche Reaktion auf einen wirklichen finanziellen Verlust nicht vollständig ab.