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Braiins

Ein Prager Unternehmen entwickelt Werkzeuge für Miner

Braiins entwickelt Software für das Bitcoin-Mining und betreibt Braiins Pool. Die Werkzeuge helfen, Geräte zu steuern, ihre Arbeit zu überwachen und regelmäßig Vergütungen zu erhalten.

Braiins ist ein 2011 in Prag gegründetes Technologieunternehmen. Sein Pool verteilt die Vergütung für gemeinsames Mining, Braiins OS steuert Mining-Geräte und weitere Werkzeuge erleichtern deren Verwaltung. Das Unternehmen wirkte auch am offenen Protokoll Stratum V2 mit.

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen einen ASIC, ein eigens für das Bitcoin-Mining gebautes Gerät. Das Gerät wiederholt Berechnungen und sucht ein Ergebnis, mit dem ein neuer gültiger Block, also ein Paket von Transaktionen, an Bitcoins Historie angefügt werden kann. Einstecken reicht nicht: Sie müssen die Arbeit konfigurieren, den Stromverbrauch beobachten und entscheiden, ob Sie allein oder mit anderen minen. Hier setzen die Werkzeuge von Braiins an. Braiins OS ist Firmware, also Software im Gerät selbst. Braiins Pool bündelt die Arbeit mehrerer Miner und verteilt Vergütungen. Die Firmware lässt sich auch mit einem anderen Pool nutzen; die Produkte sind kein untrennbares Paket. [3] [4] [16]

Jan Čapek und Pavel Moravec gründeten Braiins 2011. Sie brachten Erfahrung aus der Banken-IT und der Programmierung eingebetteter Systeme mit, bei denen Software bestimmte Hardware steuert. Marek Palatinus, bekannt als Slush, machte sie mit Bitcoin vertraut. Sein Pool war älter als das Unternehmen: Den Vorschlag für gemeinsames Mining stellte er am 27. November 2010 in einem Forum vor. Braiins erfand den ersten Pool also nicht, sondern wurde zum Team, das ihn langfristig betreiben konnte. [1] [9]

Mit dem Wachstum stiegen die Anforderungen an Sicherheit und zuverlässigen Dauerbetrieb. Beim Angriff auf den Hostinganbieter Linode im März 2012 wurden etwa 3.000 BTC aus der Pool-Wallet gestohlen. Bitcoins Sicherheit schützt das Konto oder den Server eines Betreibers nicht automatisch. 2013 erwarb Braiins die Mehrheit und übernahm die gesamte Entwicklung und den Betrieb des Pools. Palatinus konnte dadurch mehr Zeit für Trezor und SatoshiLabs aufbringen. [2] [11]

Ältere Artikel sprechen von Bitcoin.cz Mining Pool, später von Slush Pool und heute von Braiins Pool. Dahinter stehen keine drei unabhängigen Neugründungen. Der Name Slush Pool kam 2016, Braiins kaufte Palatinus’ restlichen Anteil am 1. September 2020, und 2022 folgte die Umbenennung in Braiins Pool. Gründung, Eigentümerwechsel und Markenwechsel gehören zusammen, fanden aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten statt. [2] [1]

Firmware steuert die Chips und die Kühlung des Geräts. Braiins OS entstand als Alternative zur Herstellersoftware; die erste Version mit offenem Quellcode erschien 2018. Damals bestätigte das Team auch overt AsicBoost beim Antminer S9, ein Verfahren, das einen Teil der Rechenarbeit spart, und schlug BIP 310 vor. Dieser erweitert Stratum V1 etwa um Version Rolling. Miner und Pool vereinbaren, welche Teile der Versionsangabe des Blocks das Gerät ändern darf; technisch sind das bestimmte Bits im Blockheader. Der Header enthält kompakte Angaben zum Block, aus denen das Gerät immer wieder einen Hash, einen numerischen Fingerabdruck, berechnet. Durch erlaubte Änderungen kann es weitere Kandidaten ausprobieren, um ein Ergebnis zu finden, das die Mining-Bedingung erfüllt. Das verändert die Arbeitsweise des Miners, nicht Bitcoins Regeln für gültige Blöcke. [1] [8] [16]

Arbeitsaufträge und Ergebnisse müssen zwischen Gerät und Pool übertragen werden. Ein Protokoll legt dafür Regeln fest. Braiins arbeitete 2019 mit Entwickler Matt Corallo an Stratum V2; weitere Mitwirkende gehören zu diesem offenen Projekt. Gesicherte Verbindungen erschweren es Angreifern, sich als Pool auszugeben und Rechenleistung umzuleiten. Ein gesonderter Protokollteil ermöglicht Minern, eine eigene Transaktionsauswahl für Blöcke vorzuschlagen. Dafür müssen beide Seiten die nötigen Funktionen unterstützen: Eine V2-Verbindung allein schaltet sie nicht automatisch frei. [6] [15]

Eine kommerzielle Firmware-Version ergänzte 2020 Autotuning: Sie sucht passende Einstellungen für einzelne Chips bei einer gewählten Leistungsaufnahme. Die eigene Mining-Software BOSminer hatte das Team bereits 2019 vorgestellt. Ziel kann ein sparsamerer Betrieb sein, nicht unbedingt maximale Rechenleistung. Ein Gerät mit 3 kW Leistungsaufnahme verbraucht in 24 Stunden Dauerbetrieb 72 kWh; zusätzliche Kühlung kann hinzukommen. Vergleichen Sie tatsächlichen Stromverbrauch, Gebühren und Stabilität. Aus der Offenheit der ersten Version lassen sich heutige Lizenzbedingungen nicht ableiten. [1] [14] [13]

Braiins Manager hilft beim Überwachen und Steuern vieler Geräte, Toolbox bei gemeinsamen Einstellungen und Proxy beim Bündeln der Poolverbindungen. 2023 wechselte der Pool zu Full Pay Per Share (FPPS): Akzeptierte Nachweise geleisteter Rechenarbeit, sogenannte Shares, werden nach einer Formel vergütet, die neue Bitcoin und Transaktionsgebühren berücksichtigt. Ein Share ist normalerweise kein gefundener Block, sondern ein Ergebnis, das die leichtere Anforderung des Pools erfüllt. Anhand dieser Ergebnisse schätzt der Pool, wie viel Rechenarbeit ein Miner beigetragen hat. Bei einer Vergütung nach FPPS hängen Miner weniger vom momentanen Glück des Pools ab, vertrauen aber weiterhin auf dessen Abrechnung und Zahlungsfähigkeit. 2024 kamen Auszahlungen über Lightning Network hinzu, ein Netzwerk für schnelle Bitcoin-Zahlungen. [5] [12] [1] [16]

Weder Pool noch Firmware garantieren, dass sich ein Gerät bezahlt macht. Strompreis, Konkurrenz, Bitcoin-Kurs und Betriebskosten bleiben entscheidend. Prüfen Sie das genaue Gerätemodell, die Lizenz und den Weg zurück zur ursprünglichen Firmware. Beim Pool sind Vergütungsberechnung, Auszahlungslimits und Gebühren wichtig. „Keine Poolgebühr“ kann an Bedingungen geknüpft sein und bedeutet nicht, dass der gesamte Betrieb kostenlos ist. Lightning-Auszahlungen brauchen ebenfalls eine kompatible Wallet und einen verfügbaren Zahlungsweg. [4] [13] [12]

Beginnen Sie mit dem Problem: ein Gerät einstellen, eine ganze Anlage überwachen oder die Vergütung organisieren. Wählen Sie dann das Werkzeug und lesen Sie dessen aktuelle Dokumentation. Die Atlas-Einträge Mining Pool, ASIC und Stratum V2 führen weiter. Die Geschichte von Braiins zeigt, wie viel Arbeit zwischen dem Einschalten eines Geräts und einer Auszahlung steckt — und warum man unterscheiden sollte, was Software, Dienstbetreiber und Bitcoins Regeln jeweils leisten. [3] [5]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Braiins Pool, Mining Pool, Bitcoin, Mining, ASIC Miner, Stratum V1. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Prager Bitcoin-Ökosystem, Marek „Slush“ Palatinus, Braiins Pool, Stratum V1.

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Überarbeitet: Quellenbasiert · Keine Anlageberatung