True Random Number Generator gewinnt Zufall aus einer physischen Quelle, statt nur gespeicherten Zustand zu erweitern. Rauschquelle, Abtastung, Konditionierung und Anwendungsschnittstelle sind getrennte Teile. Hardware-Ursprung allein garantiert keine gleichverteilten oder unabhängigen Ausgabebits.
NIST SP 800-90B bewertet eine Entropiequelle aus Rauschquelle, optionaler Konditionierung und Funktionstests. Bewertet wird belegte Unsicherheit der Stichproben, nicht nur die erzeugte Bytezahl. Die Benennung eines physikalischen Phänomens liefert noch keine solche Schätzung. [NIST SP 800-90B — Entropy sources, conditioning and health tests]
Konditionierung kann Verzerrungen verringern und vorhandene Entropie in kürzerer Ausgabe konzentrieren. NIST SP 800-90B begrenzt beanspruchte Ausgabeentropie anhand von Eingabe und Mechanismus. Ein zufällig wirkender Hash beweist nicht die Unvorhersagbarkeit ursprünglicher Stichproben. [NIST SP 800-90B — Entropy sources, conditioning and health tests]
Repetition Count Test und Adaptive Proportion Test aus NIST SP 800-90B überwachen Wiederholungen und ungewöhnliche Häufigkeiten. Sie sind kein universeller Sicherheitsbeweis. Nach erkanntem dauerhaftem Ausfall darf die Quelle nicht normal weitere Ausgaben liefern. [NIST SP 800-90B — Entropy sources, conditioning and health tests]
NIST SP 800-90B bindet die Bewertung an technische und betriebliche Bedingungen der konkreten Quelle. Neustarttests ergänzen eine lange kontinuierliche Aufzeichnung. Ein erfolgreicher Messdatensatz deckt nicht automatisch alle Geräte, Umgebungen oder Firmwareänderungen ab. [NIST SP 800-90B — Entropy sources, conditioning and health tests]
Intels DRNG-Leitfaden unterscheidet RDRAND mit Ausgabe eines deterministischen Generators von RDSEED mit konditionierten Entropiewerten zur Initialisierung. Eine Hardwareinstruktion bedeutet deshalb nicht zwangsläufig unmittelbaren Zugriff auf unverarbeitetes physisches Rauschen. [Intel DRNG guide — RDRAND, RDSEED and CF]
Intel verlangt bei RDRAND und RDSEED die Prüfung von CF: 1 bedeutet verfügbares Ergebnis, 0 kein verfügbares Ergebnis. Die Zahl Null im Zielregister ist allein keine Erfolgsprüfung. Instruktionsunterstützung und Erfolg eines einzelnen Aufrufs sind verschiedene Dinge. [Intel DRNG guide — RDRAND, RDSEED and CF]
Linux hw_random warnt, dass /dev/hwrng-Daten über diese Zeichengeräteschnittstelle keine Qualitätstests durchlaufen und defekte Hardware falsche Daten liefern kann. Das Lesen des Geräts beweist daher weder Entropiequalität noch sichere Integration in die Anwendung. [Linux kernel — Hardware random number generator interface]
NIST SP 800-90C kombiniert Entropiequellen und Erzeugungsmechanismen zu vollständigen Konstruktionen. Für Wallets sind konkretes Bauteil, Version, Tests, Fehlerzustände und Weiterverarbeitung zu belegen. Quellenzertifizierung bewertet nicht die gesamte Wallet und schützt keine spätere Sicherung. [NIST SP 800-90C — Complete RBG constructions]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Cryptographic Entropy, Random Number Generator, CSPRNG, Entropy Mixing. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Entropy Mixing.