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Jack Mallers

Strike-Gründer und Unternehmer für Bitcoin-Zahlungen

Jack Mallers gründete Strike, einen Dienst, der Bitcoin-Zahlungen mit alltäglichen Währungen verbindet. Daran lässt sich erklären, wie Bitcoin eine Überweisung ermöglichen kann, ohne dass der Empfänger selbst Bitcoin halten muss.

Jack Mallers ist Unternehmer und Gründer von Strike. Er setzt sich für Bitcoin und das Lightning Network bei Zahlungen und Überweisungen ein. Seine Projekte zeigen die Möglichkeiten eines offenen Zahlungsnetzes; die Dienste darauf haben dennoch eigene Vermittler, Preise und Regeln.

Wer Geld ins Ausland schickt, möchte meist wissen, wie viel ankommt und wie lange es dauert. Strike, gegründet von Jack Mallers, nutzt dafür auch Bitcoin. In der Mitteilung vom 19. Mai 2023 bezeichnete das Unternehmen Mallers als Gründer und Geschäftsführer und kündigte die Erweiterung auf über 65 Länder an. Gemeint waren verfügbare Märkte, keine aktiven Nutzer. Die Mitteilung beschreibt die damalige Erweiterung; das heutige Angebot muss gesondert geprüft werden. [1]

Mallers ist auch mit Twenty One Capital verbunden, einem anderen Unternehmensprojekt. Ein Cantor-Dokument, das am 23. April 2025 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde, nennt ihn Mitgründer und Geschäftsführer. Im beigefügten Interview spricht er davon, die Bitcoin-Menge je Aktie zu erhöhen. Eine Aktie ist ein Unternehmensanteil, nicht dasselbe wie Bitcoin in der eigenen Wallet. Der Anstieg war ein Unternehmensziel, keine garantierte Rendite und kein Nachweis einer späteren Umsetzung. [2]

Stellen wir uns jemanden vor, der seiner Familie in einem unterstützten Land Geld schickt. Bei Send Globally wird gewöhnliches Geld in Bitcoin getauscht, über das Lightning Network an einen Partner übertragen und dort in die Landeswährung des Empfängers gewechselt. Lightning ist ein Zahlungsnetz auf Basis von Bitcoin für schnelle Übertragungen. Weder Sender noch Empfänger müssen Bitcoin halten. Je nach unterstütztem Verfahren landet das Geld auf einem Bankkonto, einer Debitkarte oder einem Mobile-Money-Konto. Bitcoin überträgt den Wert zwischen den Anbietern. [3]

Vor der Bestätigung von Send Globally sieht der Kunde den Wechselkurs, der den Empfangsbetrag bestimmt. Strike gibt an, keine zusätzliche Transaktionsgebühr zu berechnen. Der Umtausch hat dennoch einen Preis: Der Endkurs enthält den Partnerkurs und eine Strike-Marge, also einen Aufschlag, mit dem der Dienst Einnahmen erzielt. Für einen Vergleich hilft dieselbe Frage bei jedem Angebot: Wie viel wird mir abgebucht, und wie viel bekommt der Empfänger tatsächlich? Die Angabe „gebührenfrei“ allein beantwortet das nicht. [4]

Wer ein Bitcoin-Guthaben bei Strike hält, nutzt die Verwahrung durch den Anbieter. Strike erklärt selbst, dass der Dienst die privaten Schlüssel verwaltet. Mit diesen geheimen Daten wird die Berechtigung signiert, Bitcoin auszugeben; das Kontopasswort ersetzt sie nicht. Bei Self-custody kontrolliert der Nutzer diese Schlüssel. Eine Übertragung per Lightning übergibt ihm diese Kontrolle nicht automatisch. Bei einer Auszahlung in die eigene Wallet ist deshalb entscheidend, wer nach dem Eingang die Schlüssel verwaltet. [5]

Auch Software, die Zahlungen automatisch über die Strike API sendet, muss diese Schritte unterscheiden. Die API ist die Schnittstelle zum Dienst. Zuerst erhält das Programm ein Angebot mit paymentQuoteId; dessen Ausführung erzeugt eine Zahlung mit eigener paymentId. Sowohl Angebot als auch Lightning-Rechnung, eine Zahlungsanforderung, haben ein Ablaufdatum. Läuft nur das Angebot ab, genügt ein neues. Ist auch die Rechnung abgelaufen, braucht es eine neue Rechnung und ein neues Angebot. Ein vorhandenes Angebot beweist noch keine Überweisung. [6]

Der Dienst kann dem Programm mit payment.updated eine Änderung melden. Laut Dokumentation enthält die Meldung jedoch nicht den neuen Zahlungsstatus; diesen muss das Programm über paymentId abrufen. Bei einer direkt in der Bitcoin-Blockchain erfassten Zahlung wechselt Strike nach einer Bestätigung von PENDING zu COMPLETED, also nach Aufnahme in einen Block. Das beschreibt das Verhalten dieses Dienstes. Es bedeutet nicht, dass ein einzelner Block jeder Bitcoin-Zahlung absolute, unumkehrbare Sicherheit verleiht. [6]

Eine einzelne Funktion kann anders verfügbar sein als die gesamte App. Laut der am 21. Oktober 2026 geprüften Hilfe ist Send Globally für Geschäftskonten sowie für Privatkunden in Hawaii, New York, Europa und dem Vereinigten Königreich nicht verfügbar. Auch Empfängerland und Auszahlungsweg müssen unterstützt werden. Eine schnelle Lightning-Übertragung garantiert allein keine sofortige Gutschrift bei jeder Bank. Prüfen Sie vor dem Senden die Verfügbarkeit, den Empfangsbetrag und die für diese Überweisung angegebene voraussichtliche Dauer. [3]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Jack Dorsey, Nayib Bukele, Lightning Network. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem BTC Prague, Jack Dorsey, Nayib Bukele.

DOC · 001Strike — global expansion announcement (2023)Dokumentation DOC · 002Cantor — Twenty One communication filed with SEC (2025)Dokumentation DOC · 003Strike — Send Globally payment flowDokumentation DOC · 004Strike — Send Globally exchange-rate marginDokumentation DOC · 005Strike — custody modelsDokumentation DOC · 006Strike API — sending paymentsDokumentation
Überarbeitet: Quellenbasiert · Keine Anlageberatung