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Bitcoin Bundesverband

Deutscher Branchenverband für Bitcoin-Unternehmen

Der Bitcoin Bundesverband gibt deutschen Bitcoin-Unternehmen eine gemeinsame Stimme gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit. Seit 2024 verbindet er Interessenvertretung, Bildung und ein berufliches Netzwerk.

Der Bitcoin Bundesverband ist ein deutscher Mitgliederverein für Unternehmen und Einzelpersonen mit Bezug zu Bitcoin. Er will Gesetze und Debatten mitgestalten, Erfahrungen bündeln und erklären, wie sich Bitcoin vom breiteren Kryptosektor unterscheidet. Er ist ein Interessenverband, keine Leitungsstelle des Bitcoin-Netzwerks.

Am 26. September 2024 kamen 69 Gründungsmitglieder im Deutschen Bundestag zusammen. Weder änderten sie das Protokoll noch schufen sie eine neue Bitcoin-Autorität. Unternehmen, Entwickler und andere Beteiligte gründeten vielmehr eine Organisation, die mit Politik und Behörden sprechen kann. Das erste halbe Jahr bestand aus sehr praktischer Aufbauarbeit: Bankkonto, Mitgliederverwaltung, Dokumente, Kommunikationskanäle und ein eigener BTCPay Server. [3]

Ein Wallet-Anbieter beschäftigt sich mit Schlüsselsicherheit, ein Zahlungsdienst mit Steuern und ein Händler mit Buchhaltung. Trotzdem fasst das Recht digitale Token häufig pauschal als „Krypto“ zusammen. Der Verband bündelt diese Erfahrungen und erklärt, wo allgemeine Regeln auf die Funktionsweise von Bitcoin oder Lightning Network treffen. Seine Mission ist bewusst Bitcoin-only; er will nicht sämtliche Token, Börsen und Blockchain-Projekte vertreten. [1]

Der Weg in den normalen Vereinsbetrieb war nicht ganz glatt. Der erste Registerantrag stieß auf einen älteren Träger mit verwechselbarem Namen. Der Verband schilderte das selbst im Halbjahresbericht; den heutigen Stand kann man getrennt prüfen. Im Lobbyregister des Bundestags steht der Bitcoin Bundesverband e. V. unter R007189, zusammen mit Themenfeldern und Formen seiner Interessenvertretung. [3] [4]

Unternehmen und Einzelpersonen können Mitglied werden, doch ihre Rollen sind verschieden und der Vorstand entscheidet über die Aufnahme. So prägt die Mitgliedschaft, welche Erfahrungen und Geschäftsinteressen in öffentliche Positionen einfließen. Die veröffentlichte Liste zeigt konkret, wer hinter dem Verband steht. Sie bleibt eine Momentaufnahme: Mitglieder kommen und gehen, und ihre Zahl misst nicht den gesamten deutschen Bitcoin-Markt. [2] [7]

Ein großer Teil der Arbeit findet in Ausschüssen und Arbeitsgruppen statt. Manche bereiten Bildung für Bürger und Politiker vor, andere kümmern sich um Zahlungen, ESG, Marketing oder Veranstaltungen. Gerade am Anfang trugen Ehrenamtliche mit begrenztem Budget viel davon. Zwischen angekündigtem Vorhaben und fertigem Ergebnis kann deshalb Zeit liegen. Aussagekräftig sind konkrete Resultate: ein Leitfaden, eine Veranstaltung, eine Stellungnahme oder ein Werkzeug, das Mitglieder wirklich nutzen. [3] [2]

Lobbyarbeit bedeutet hier keine heimliche Kontrolle über Bitcoin. Der Verband spricht mit Abgeordneten und Ministerien, reicht Stellungnahmen ein, organisiert Treffen und erstellt Studien oder Leitfäden. Der Bundestag-Eintrag macht Organisation, Interessen und erklärte Methoden sichtbar. Ob ein Vorschlag überzeugt, entscheidet der Registereintrag nicht; dafür zählen Argumente, Daten und die Einwände anderer Betroffener. [4]

Im August 2026 veröffentlichte der Verband eine steuerpolitische Position. Er will die einjährige Haltefrist bewahren, nach der Gewinne aus privat gehaltenem Bitcoin unter den gesetzlichen Bedingungen steuerfrei sein können, und weist auf die Bürokratie kleiner Zahlungen hin. Wer per Lightning bezahlt, kann zugleich eine steuerlich relevante Veräußerung auslösen und muss dann möglicherweise sowohl die Anschaffungskosten als auch den Euro-Wert zum Zeitpunkt der Zahlung ermitteln. Außerdem sollen Regeln einen Verkauf von einer Übertragung zwischen eigenen Wallets unterscheiden. [6]

Ein Abschnitt des Steuerpapiers ist auch außerhalb Deutschlands wichtig. Nach Auffassung des Verbands dürfen Behörden Seed Phrase oder Private Keys weder als Eigentumsnachweis noch als Beleg für den Transaktionsverlauf verlangen. Wer diese Geheimnisse kennt, kann die Bitcoin womöglich ausgeben; ihre Übergabe wäre kein harmloser Verwaltungsakt. Transaktionen, signierte Nachrichten oder Buchungsunterlagen können Nachweise liefern, ohne die Kontrolle über das Wallet preiszugeben. [6]

Am 26. September 2026 wählte die Mitgliederversammlung Larry Terwey, Jens Leinert, Yvonne Strathmann, Fardad Hooghoughi und Sebastian Rehbein für 2026–2028. Sie führen und vertreten den Verein und tragen Verantwortung für seine Arbeit. Sie können jedoch weder Bitcoin-Regeln ändern noch fremden Nodes eine Software vorschreiben. Genau dieser Unterschied trennt einen Branchenverband von einem dezentralen Netzwerk. [5] [8]

Am wertvollsten ist der Verband als Quelle dafür, was deutsche Bitcoin-Unternehmen beschäftigt und verändern möchten. Seine Texte muss man weder automatisch übernehmen noch pauschal als Werbung abtun. Entscheidend ist, wer spricht: Die Satzung beschreibt die Organisation, das Lobbyregister ihre öffentliche Spur und ein Positionspapier ein konkretes Mitgliederinteresse. Für Rechts- oder Steuerentscheidungen braucht es zusätzlich das aktuelle Gesetz und gegebenenfalls fachlichen Rat. [8] [4]

Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Bitcoin, Lightning Network, Selbstverwahrung, MiCA, Mining, Payment Channel. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem ČKMA.

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