Inbound Liquidity ist die Fähigkeit eines Lightning-Knotens, über die entfernten Seiten seiner Kanäle Zahlungen zu empfangen. Grundlage ist die remote balance des Partners; Reserven, laufende Zahlungen, Kanalregeln und verfügbare Routen begrenzen jedoch den nutzbaren Empfang.
Die remote balance gehört dem Partner und stellt möglichen Empfangsspielraum dar; die local balance ist Ihre Seite. Ein Zahlungseingang verschiebt Wert von der entfernten auf die lokale Seite. Gekaufte Empfangsfähigkeit ist daher weder ein Bitcoin-Geschenk noch bereits erzielter Umsatz. [Lightning Labs — Managing liquidity]
In einem vereinfachten Kanal mit 1000000 sat, davon local balance 800000 sat und remote balance 200000 sat, beträgt der Brutto-Empfangsspielraum 200000 sat, nicht eine Million. Das Beispiel lässt Reserven, Gebühren und ausstehende HTLC weg. Alleinige Finanzierung ohne anfänglichen Transfer schafft vor allem ausgehenden Spielraum; die Bestätigung der Eröffnung kehrt die Richtung nicht um. [Lightning Labs — Managing liquidity] [BOLT 2 — Channel management]
BOLT 2 begrenzt neue HTLC durch Reserven, Mindestbeträge, die Anzahl gleichzeitiger HTLC und ihren gesamten offenen Wert. Laufende Zahlungen können Mittel vorübergehend binden. Prüfen Sie den verfügbaren Betrag und die Grenzen jedes Kanals; ziehen Sie nicht eine universelle Reserve von der Summe aller Guthaben ab. [BOLT 2 — Channel management]
BOLT 7 veröffentlicht gerichtete channel_update-Parameter wie Gebühren und htlc_maximum_msat, keinen garantierten aktuellen Saldo der gesamten Route. Ein unerreichbarer Partner oder ein früherer Engpass kann eine Zahlung stoppen. Die Summe entfernter Guthaben garantiert daher keinen gleich hohen Empfang von einem bestimmten Sender. [BOLT 7 — Routing gossip]
Eine ausgehende Lightning-Zahlung senkt die local balance und erhöht die remote balance der verwendeten Kanäle. Loop Out überträgt Lightning-Wert auf einen On-Chain-Ausgang und kann Empfangsspielraum freigeben; Loop In füllt dagegen ausgehende Mittel auf. Dabei entstehen keine Bitcoins: Berücksichtigen Sie Routing-, Swap- und On-Chain-Kosten sowie das Ergebnis des Vorgangs. [Lightning Labs — Managing liquidity] [Lightning Loop — Direction and channel balances]
Ein Partner kann einen Kanal zu Ihnen finanzieren. Bei Lightning Pool kauft ein bid zeitlich begrenzte Liquidität, ein ask bietet sie an. Die Mietdauer wird in Blöcken angegeben. Prämie und weitere Gebühren zu zahlen überträgt weder das gesamte entfernte Guthaben in Ihr Eigentum noch sichert es dauerhafte Verfügbarkeit nach Vertragsende. [Lightning Labs — Managing liquidity] [Lightning Pool — Orders and leases]
Circular rebalancing sendet über einen eigenen Kanal und empfängt über einen anderen durch das Netzwerk. Der sendende Kanal gewinnt Empfangsspielraum, der empfangende verbraucht ihn. Der Ausgleich schafft kein neues Kapital und kostet Routinggebühren; er braucht eine nutzbare Route und löst allein kein Problem fehlender Mittel auf sämtlichen entfernten Seiten. [Lightning Labs — Managing liquidity]
Umsatzeingänge wandeln entfernte Guthaben fortlaufend in lokale um und können weiteren Empfangsspielraum erschöpfen. Beobachten Sie nutzbare Kanäle, laufende Zahlungen, Auffüllkosten und erwartete Beträge. Ein gescheiterter Versuch muss am Empfängerknoten nicht sichtbar sein; eine ausgestellte Rechnung oder alte Kapazitätsanzeige bestätigt keine Zahlung. [Lightning Labs — Merchant liquidity]
Für ein möglichst vollständiges Bild lies diesen Eintrag zusammen mit Lightning Network, Payment Channel, Lightning Routing, Submarine Swap, HTLC, Lightning Address. Auf diesen Eintrag verweisen außerdem Lightning-Liquidität, Lightning Routing, Lightning Address, Submarine Swap.